Die CDU-Vertreter mit Ortsvorsteher Albert Möbs (l.) auf dem Wirtschaftsweg hinter den Usagärten. FOTO: PM
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Die CDU-Vertreter mit Ortsvorsteher Albert Möbs (l.) auf dem Wirtschaftsweg hinter den Usagärten. FOTO: PM

Nächster Sanierungs-Versuch

  • vonred Redaktion
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Nieder-Mörlen(pm). Der Haushalt 2021 in Bad Nauheim ist verabschiedet (siehe Seite 21). Nicht alle Wünsche der Fraktionen wurden erfüllt; Corona verlangt, dass jeder Cent dreimal umgedreht wird. Vor diesem Hintergrund freue man sich sehr, dass nach jahrelangen Bemühungen der Wirtschaftsweg hinter den Usagärten im Abschnitt zwischen dem "Äppelwoitreppchen" und der Brücke am Alten Wehr grundlegend instand gesetzt werden soll, teilt die CDU mit. Die entsprechenden Mittel sind im Etat vorgesehen.

Seit Jahrzehnten bemühen sich die im Ortsbeirat vertretenen Parteien um die Sanierung dieses Weges. Bereits vor über 20 Jahren, im Mai 2000, stand das Anliegen auf der Tagesordnung des Gremiums. Haushaltsmittel wurden in den Nachtragshaushalt 2001 eingestellt. 2001 mahnte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Clausen (CDU) die Durchführung an. Obwohl die Gelder im Haushalt bereitgestellt worden waren, kam 2002 die Absage - was dazu führte, dass sich der Zustand dieses Weges in den Folgejahren immer weiter verschlechterte.

2007 bemühte sich der Ortsbeirat erneut um eine Sanierung. 2008 gab es wieder eine Zusage der Verwaltung. "Und wieder geschah nichts. Diese Untätigkeit blieb nicht ohne Auswirkungen auf den katastrophalen Zustand des Weges mit tiefen Spurrillen und Löchern. 2009 konnte man sich im Rahmen einer Ortsbegehung davon überzeugen", teilt Ortsvorsteher Albert Möbs (CDU) mit. Als 2013 die Usa in diesem Bereich renaturiert wurde, ergriff der Ortsbeirat erneut die Initiative zur Instandsetzung dieses Weges. Dieses Mal gab es jedoch keine Zusage. Die Sanierung des Weges wurde abgelehnt, "weil der Weg primär der Landwirtschaft dient", so die damalige Begründung. Allerdings riet man dem Gremium, 2014 einen neuen Versuch zu starten.

Da sich an dem schlechten Zustand des Weges nichts änderte, stellte Möbs im Januar 2014 wieder einen Antrag, Mittel für die Instandsetzung des Weges in den Doppelhaushalt 2015/2016 einzustellen. Dieser Antrag wurde mehrheitlich beschlossen, wieder einmal wurden im Haushalt Sanierungsmittel eingestellt. Doch auch diese Sanierungszusage sei nicht eingehalten worden, weil das Geld für eine dringendere Wegesanierung in einem anderen Stadtteil benötigt worden sei, sagt Möbs.

"Jetzt bleibt abzuwarten, ob die im Rahmen der diesjährigen Haushaltsberatungen für die Instandsetzung des Weges bewilligten Mittel tatsächlich auch zur Sanierung dieses Weges eingesetzt werden." Eine Sanierung dieses Weges wäre von großer Bedeutung für den Stadtteil. Er werde nicht nur landwirtschaftlich genutzt, er sei auch wichtig für die Naherholung in Nieder-Mörlen und diene vielen für einen Spaziergang in der Natur. Nach einer Sanierung könnte er darüber hinaus als Bestandteil des Radwegenetzes in Bad Nauheim an Bedeutung gewinnen.

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