Der Faschingsumzug am Dienstag in Friedberg findet statt!
+
Der Faschingsumzug am Dienstag in Friedberg findet statt!

Faschingsdienstag

Nach Volkmarsen: Wetterauer Umzüge finden statt! Verantwortliche äußern sich zu Sicherheitsvorkehrungen

Die Faschingsumzüge am Dienstag im Wetteraukreis finden nach dem Zwischenfall in Nordhessen statt. Die Verantwortliche haben über Sicherheitsvorkehrungen diskutiert.

Update, 25.2.2020, 11.04 Uhr: Der Friedberger Narrenexpress findet statt! Das hat Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak auf Facebook angekündigt. 

In seinem Kommentar schreibt er: "Nach eingehender Beratung mit allen Sicherheitsorganen kann der Friedberger Fastnachtszug wie geplant heute um 14:11 Uhr starten. Die Stadt Friedberg ist gut vorbereitet, das Sicherheitskonzept (inkl. Straßensperren mit Schneepflug, LKWs und Panzersperren) wurden in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und sorgt für ein Höchstmaß an Sicherheit. Wir, die Stadt Friedberg, wünschen Euch allen viel Spaß. Friedberg Helau!"

Das Warn- und Informationssystem Katwarn meldet unterdessen ein Update der Polizei Hessen. Dort heißt es: "Auch wenn es keine konkreten Hinweise darauf gibt, dass sich die Gefährdungslage nach Volkmarsen erhöht hat, sensibilisieren wir die Veranstalter, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Gleichzeitig wird die polizeiliche Präsenz noch einmal geprüft und lageangepasst erhöht."

Nach Volkmarsen: Verantwortliche im Rathaus getagt

Wie Antkowiak auf Nachfrage dieser Zeitung berichtete, haben Vertreter des städtischen Ordnungsamtes, der Polizeidirektion Mittelhessen, des Deutschen Roten Kreuzes, der DLRG und der Feuerwehr bis 10.15 Uhr eine halbe Stunde lang im Rathaus getagt. Das Ergebnis: Der Wetterauer Narrenexpress in Friedberg findet statt, es werden zusätzliche Sperren in Nebengassen aufgestellt, die Polizei stockt ihr Personal um fünf Leute auf. Es gibt polizeiliche Unterstützung aus Gießen und Bad Vilbel. 

Bei den zusätzlichen Sperren handelt es sich konkret um große Traktoren mit Anhängern, die im Notfall auch weggefahren werden könnten, wie Antkowiak informierte. Die Zuschauer würden noch genug vom Umzug sehen. 

"Unser Sicherheitskonzept wird seit Jahren stetig erweitert. 100 Prozent Sicherheit gibt es nie, aber wir kommen schon sehr nahe dran." Der Bürgermeister verwies auf Schneepflug, Lastwagen und Panzersperren, die sowieso schon zum Sicherheitskonzept des Wetterauer Narrenexpresses gehören. 

Von vornherein habe die Polizei in der Friedberger Rathaus-Runde keine Bedenken gegen den Umzug gehabt – nachdem bereits das Landeskriminalamt die Gefährdungseinschätzung heruntergestuft habe, sagte Antkowiak. "Man hat die ganze Sache von Anfang an positiv diskutiert." 

Nach Volkmarsen: Zeitdruck bei den Verantwortlichen

Laut Polizei könnten alle Züge in Hessen starten. Letztlich liege die Entscheidung aber beim jeweiligen Bürgermeister. So auch in Friedberg. "Der einzige, der die Entscheidung treffen muss, bin ich , weil ich letztendlich auch den Kopf hinhalten muss", sagte Antkowiak. Für ihn ist es wichtig, dass der Narrenexpress am Dienstagnachmittag starten kann: "Wir dürfen uns durch einige wenige diese Veranstaltungen nicht kaputt machen lassen." 

Er habe allen Beteiligten gedankt, sagte der Bürgermeister, der auch auf das enge Zeitfenster hinwies, das den Machern des Zuges nun für die letzten Vorbereitungen bleibt. Die Bauhof-Mitarbeiter wollten bis 11 Uhr Sperren und Umleitungsschilder aufstellen. "Normalerweise fangen wir ja schon viel früher an." 

Nun also ist Eile geboten, denn um 14.11 Uhr soll das närrische Spektakel beginnen. Dafür legen sich die Mitarbeiter mächtig ins Zeug. Antkowiak: "Wir haben alles rausgeschickt, was laufen kann." Das erweiterte Sicherheitskonzept soll den Spaß am närrischen Umzug nicht beeinträchtigen, denn: "Wir sind nicht verbarrikadiert, sondern nur geschützt" ​

Nach Volkmarsen: Stammheimer Zug soll rollen

Auch in Stammheim soll der Fastnachtsumzug stattfinden. Am Morgen hat die Polizei sich mit den Verantwortlichen des Stammheimer Carneval Clubs "Sachsenhausen" vor Ort getroffen, und auch die Feuerwehr nahm an der Lagebesprechung teil, wie die WZ aus dem Rathaus erfuhr. Es gebe keine Bedenken, den Umzug wie geplant stattfinden zu lassen; derzeit, Stand 10 Uhr, spreche nichts dagegen. Der Umzug in Stammheim startet um 14.11 Uhr in der Lindenstraße; die Ortsdurchfahrt ist ab 13 Uhr gesperrt. 

Update, 25.2.2020, 8.06 Uhr: Noch immer steht nicht fest, ob der Wetterauer Narrenexpress heute Nachmittag in Friedberg starten wird. Wie Zug-Cheforganisator Maximilian Haack am Dienstagmorgen auf Anfrage dieser Zeitung sagte, habe er mit den Organisatoren der Züge in Florstadt-Stammheim und in Frankfurt-Heddernheim ("Klaa Paris") telefoniert. Diese Züge würden wohl laufen, sagte Haack. 

Dass der Friedberger Zug abgesagt würde, halte er für unwahrscheinlich. "Ich schätze es zu 90 Prozent so ein, dass er wirklich läuft."​Letztendlich müsse aber Bürgermeister Dirk Antkowiak die Entscheidung treffen. 

Oder aber vonseiten der Polizei oder des Landes Hessen käme die Anweisung, den Narrenexpress noch abzusagen. 

Bei der Polizei in Gießen war am Dienstagmorgen noch kein finaler Sachstand bekannt. Haack: "Wenn Stammheim und 'Klaa Paris' abgesagt hätten., dann hätten wir ihn sofort abgesagt."

Nach Volkmarsen: Fasching-Umzüge in der Wetterau auf der Kippe?

Erstmeldung, 24.2.2020, 18.15 Uhr: Fallen die Fastnachtsumzüge auch am Dienstag aus? Nachdem ein Mann am Rosenmontag mit einem Mercedes in Volkmarsen in einen Faschingsumzug gerast ist und die Polizei sämtliche Rosenmontagsumzüge in Hessen abgebrochen hat, steht hinter den Umzügen am Dienstag ein Fragezeichen.

Wie Jörg Reinemer, Sprecher der Polizei Mittelhessen, auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, sei die Entscheidung noch nicht gefallen. In Frankfurt sei bei der Hessischen Polizei eine sogenannte Besondere Aufbauorganisation gegründet worden. Dort werde entschieden.

In der Wetterau wären am Faschingsdienstag der Narrenexpress in Friedberg und die Umzüge in Stammheim und Altenstadt betroffen; im Kreis Gießen unter anderem der Heuchelheimer Umzug als größter im Kreis.​

In Heuchelheim wollen die Verantwortlichen unterdessen am Dienstagmorgen prüfen, welche zusätzlichen Sicherheitsvorkerungen für den Umzug getroffen werden sollen, sollte der Umzug stattfinden dürfen.

Weitere Informationen folgen.

agl/mmf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare