Zwischen Pralinen und Pferden

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Perfektes Reisewetter hatten die Landfrauen Ober-Hörgern bei ihrem Ausflug in die Oranienstadt Dillenburg. Klar durften die Landmänner auch mitreisen, dazu gesellten sich noch einige Gäste aus Butzbach, Gambach und Muschenheim.

Perfektes Reisewetter hatten die Landfrauen Ober-Hörgern bei ihrem Ausflug in die Oranienstadt Dillenburg. Klar durften die Landmänner auch mitreisen, dazu gesellten sich noch einige Gäste aus Butzbach, Gambach und Muschenheim.

Der erste Programmpunkt führte in den Ortsteil Manderbach zur Besichtigung der dort ansässigen Schweizer Schokoladenmanufaktur "Schoggi-Erlebnis Läderach". EinFilm zeigte den Weg von der Kakaofrucht bis hin zur Verarbeitung zu köstlichen Schokoladenprodukten. Das Schweizer Unternehmen legt sehr viel Wert darauf, zu wissen, dass ihre Kakaobohnen aus nachhaltigem Anbau kommen. So zählen die Kakaolieferanten mit zur "chocolate family" des Hauses Läderach, das noch heute als Familienbetrieb in dritter Generation geführt wird, erfuhren die Landfrauen.

Nach der Einführung in die Hygienebestimmungen und deren Anwendung bis hin zur entsprechenden Einkleidung schloss sich in kleinen Gruppen eine Besichtigung der Produktion an, wo den Mitarbeitern bei allen Arbeitsgängen hautnah zugesehen werden konnte. Besonderes Highlight waren die vielen Naschstationen, an denen Pralinen in allen Variationen gekostet werden konnten.

Nach diesem süßen Auftakt und freier Zeit in Dillenburg folgte als zweiter Programmpunkt eine Führung durch die Stadt. Der Stadtführer versuchte, die Familiengeschichte mit Irrungen und Wirrungen des Hauses Oranien-Nassau zu erläutern. Im Gedächtnis blieb, dass es sich um sehr umtriebige Familiengeschichten handelte. Das Dillenburger Schloss wurde erstmals 1130 erwähnt. Im Siebenjährigen Krieg wurde es 1760 von den Franzosen zerstört. Heute ist nur noch eine 20 Meter hohe Befestigungsmauer aus dieser Zeit zu sehen. Auf dem Schlossberg wurde von 1872 bis 1875 der Wilhelmsturm errichtet, der sich weithin sichtbar über der Stadt erhebt und das Oranien-Nassauische Museum beherbergt.

Der Stadtführung schloss sich eine Führung durch das Hessische Landgestüt an. Sehr kurzweilig berichtete ein versierter Kenner der Materie über Geschichte, Pferdehaltung, einstige und heutige Nutzung der diversen Stallungen und Nebengebäude. Stolz sind die Verantwortlichen des Gestüts darauf, dass schon Königin Beatrix der Niederlande das Gestüt besucht hat. Bekannt ist, dass die Haltung wertvoller Zuchthengste, für welche das Landgestüt weithin bekannt war, wegen umstrittener Argumentationen aufgegeben werden musste. Eine Besichtigung der Kutschen verschiedener Epochen, die in der 1719 errichteten Orangerie untergebracht sind, sowie eine Stärkung mit Kaffee und Kuchen im Hofgarten des Gestüts bildeten den Abschluss der Besichtigungstour und eines interessanten Tages.

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