Das Regenwetter hielt manchen Interessenten ab, doch einige Wetterfeste beteiligten sich an der besonderen Waldbegehung mit Revierförster Jörg Heßler (3. v. l.). FOTO: PM
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Das Regenwetter hielt manchen Interessenten ab, doch einige Wetterfeste beteiligten sich an der besonderen Waldbegehung mit Revierförster Jörg Heßler (3. v. l.). FOTO: PM

"Waldbegehung" per Fahrrad

  • vonred Redaktion
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Münzenberg(pm). Respekt vor der Natur zeichnet die Arbeitsweise von Revierförster Jörg Heßler aus. Was aber eine gewinnorientierte Forstwirtschaft nicht ausschließt. Denn: "Die besten Erträge erzielen wir dort, wo wir auf das hören, was der Wald will", erläuterte er kürzlich im Gambacher Dicken Wald.

Waldbegehungen gehören in Münzenberg zur guten Tradition. Doch die jüngste dieser Veranstaltungen war eine Premiere. Erstmals hatten Revierförster Heßler und Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer zu einer Radtour durch den Forst eingeladen. Bei - aus Sicht der Bäume - bestem Wetter in Form von intensivem Landregen startete eine bunt gemischte Gruppe am Gambacher Forsthaus. Rund die Hälfte der angemeldeten Gäste verzichtete allerdings angesichts der seit dem Vormittag anhaltenden Regenfälle auf ihre Teilnahme.

Die erschienenen Teilnehmer erlebten eine fachlich fundierte und gleichzeitig unterhaltsame Führung. Revierförster Heßler und Forstdirektor Hubertus Bieneck von der Fürst zu Solms Lich’schen Rentkammer zeigten während der Tour an ausgewählten Stellen typische Waldbilder und erläuterten Zukunftspläne sowie anstehende Maßnahmen im Münzenberger Stadtwald.

Ziel: Klimaresistent und artenreich

Ziel ist ein klimaresistenter, artenreicher Wald, der neben Naturschutz und Naherholung durch intelligente, nachhaltige Forstwirtschaft einen Gewinn in die Stadtkasse bringt. Um dies zu erreichen, werden die Stadt Münzenberg als Waldbesitzerin und die mit der Bewirtschaftung beauftragte Fürst zu Solms Lich’sche Forstverwaltung eng mit den anderen Waldnutzern, insbesondere den Jagdpächtern, zusammenarbeiten. Revierförster Heßler konnte zu diesem Thema Positives berichten. In der Abteilung 16a stehen voraussichtlich im Frühjahr umfangreiche Pflanzmaßnahmen an. Hier leisten die Jagdpächter wertvolle Unterstützung durch den Bau eines Schutzgatters für die neu angepflanzten Stieleichen- und Douglasien-Setzlinge. "Das ist nicht selbstverständlich und dafür sind wir den Jägern sehr dankbar", sagte Bürgermeisterin Tammer.

Heßler, Bieneck und Tammer stellten klar: "Ein Wald ist kein Wohnzimmer, sondern - ähnlich wie ein Acker - eine bewirtschaftete Fläche. Dennoch ist der Forst der grüne Salon der Stadt Münzenberg. Erholungssuchende sind im Wald immer herzlich willkommen", betonte Heßler. Er bittet aber um entsprechende waldangepasste Verhaltensweisen. Zum Beispiel sollten Hunde dort grundsätzlich an der Leine geführt werden.

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