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Auf Starkregen folgt Ausgelassenheit

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Münzenberg(isi). Drei Tage Festival, 16 Bands und jede Menge gut gelaunter Besucher - die zweite Auflage des Music Forge Festivals war ein Hammer. Zwar musste das Festival am Freitagabend wegen Starkregens abgebrochen werden - am Samstag war die Stimmung dafür umso ausgelassener.

Die Unwetter waren angekündigt gewesen. Trotzdem hatten Besucher und Veranstalter gehofft, dass der Festivalabend am Freitag stattfinden kann. Als gegen 19 Uhr leichter Regen einsetzte, war die Partystimmung noch bestens. Die Musikfans hatten sich mit Regenjacken und Ponchos auf das Wetter eingestellt und tanzten ausgelassen zum hessischen Reggae von Banjoory. Doch gegen 21 Uhr, mitten in der Umbaupause, kam der Wolkenbruch. Ein Gewitter blieb aus, trotzdem mussten die Veranstalter abbrechen und das Gelände räumen lassen. Dabei hatten Veranstalter und Ordner die Situation jederzeit im Griff hatten; alle wurden geordnet in Sicherheit gebracht. Da der Starkregen Teile des Geländes unter Wasser gesetzt hatte, war an eine Fortsetzung an diesem Abend nicht zu denken - die Auftritte von Elfmorgen und "Hi! Spencer" mussten entfallen. Die Camper wurden im Vereinsheim trocken untergebracht und die Crew arbeitete in der Nacht, um später die Entwarnung geben zu können: Der Festival-Samstag war gerettet.

Start mit dem Gesangverein

Am Samstag verzogen sich die Wolken nach und nach und es wurde ein perfekter Festivaltag. Zur Eröffnung sang der Gesangverein 1859 Gambach und das Festivalgelände füllte sich stetig. Auf dem Aschenplatz waren nicht einmal mehr Pfützen zu sehen - als wäre nie etwas passiert. Die Bands sorgten den ganzen Tag für ausgelassene Stimmung. Es wurde getanzt, gechillt, Bands angefeuert; die Besucher genossen den Tag.

Zehn Monate Vorbereitungszeit, jede Menge Arbeit und ehrenamtliches Engagement steckten in dem vom Verein Music Forge Kunst und Kultur organisierten Event. Das Konzept, lokale Bands aus der Region zu fördern und den Besuchern für wenig Eintrittsgeld eine tolle Festivalatmosphäre zu zaubern, ging auch in diesem Jahr wieder voll auf. Neben Bands verschiedenster Stilrichtungen sorgten die Angebote an Getränken, Essen und ausreichend chilligen Lounges mit Palettenmöbeln und Liegestühlen für ein entspanntes Festivalerlebnis.

Musikalisch war für alle etwas dabei: John Ohry rockte am Nachmittag den Platz mit einer Mischung aus Soul, Funk, Reggae, Rock und überzeugte vor allem durch seine Wahnsinns-Stimme. Die Frauen von Revolution Eve rockten den Platz mit fetten Gitarrenriffs, bevor April Art mit Frontsängerin Lisa-Marie alle zum ausgelassen tanzen brachten. Und eine Überraschung gab es auch noch für die Festivalbesucher: Kurz vor dem Auftritt von Sindustry am Nachmittag, versammelte sich die Crew auf der Bühne. Es galt, einige besonders verdiente Helfer vorzustellen und zu "Ehren-Forgern" zu ernennen. Am Ende wurde verkündet: Der Headliner vom Freitag, Elfmorgen, holen ihren Auftritt am Abend nach.

Die Besucherzahlen dürften in diesem Jahr die 700 vom ersten Festival 2018 bei Weitem übertroffen haben, standen aber bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Alleine für den Samstag wurden bis zum frühen Abend über 800 Musikfans gezählt.

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