"Schlechter Schlaf macht unausgeglichen"

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Münzenberg(pm). Der Vorstand der Polizei-Pensionärs-Gemeinschaft (PPG) lud kürzlich ins Lokal "Zum Adler" in Gambach ein, und man freute sich sehr, dass die Plätze ausgebucht waren. Dies war sicherlich auch dem Programm geschuldet. Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte in zeitlichem Abstand die traditionelle Kaffee- und Kuchentafel. Sie war eingerahmt von einem Vortrag unter dem Motto "Schlaf-Müdigkeit". Dazu hatte Dietmar Reichel den Diplom-Psychologen Werner Cassel von der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie Schlafmedizinisches Zentrum des Universitätsklinikums Gießen und Marburg eingeladen. Schon im Vorfeld hatte man Vielversprechendes vernehmen können und war auf einen interessanten Beitrag gespannt. Auf humorvolle Art wurden die zunehmend häufiger auftretenden Probleme beim Einschlafen beleuchtet.

Wer 22 Stunden schlummert

Passend zum Motto des Tages sagte Cassel, die Umstellung vom "Winterschlaf" auf den Frühling, funktioniere am besten mit einer Lichttherapie, denn Licht könne wirken wie ein Medikament. Schlechter Schlaf mache unausgeglichen, reizbar und setze die Konzentrationsfähigkeiten herab und könne krank machen. Zwei Prozent aller Deutschen leiden an Durch- und Einschlafstörungen. Die Bedeutung des Schlafes werde häufig unterschätzt.

Den Vortag begleitete Cassel mit Bildern und Grafiken.

Ein gesunder Schlaf soll mindestens sieben Stunden andauern. Studien zur Folge verzögert er Demenz, fördert Wachstumshormone und macht nicht reizbar. Bei Dunkelheit wird das Schlafhormon Melatonin produziert und soll auch der Entstehung von Brustkrebs und Herzinfarkten entgegenstehen.

Zum Schluss waren alle erstaunt, dass im Verhältnis zum Mensch das Pferd nur zwei bis drei Stunden, Delfine und Mauersegler acht bis zehn Stunden und der Löwe 22 Stunden Schlaf benötigen.

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