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Die Orgel in der Gambacher Kirche steht an der Ostseite der Kirche über der Kanzel.

Mit rundem und ausgewogenem Klang

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Münzenberg (isa). Die Orgel ist das Instrument des Jahres 2021. Deshalb stellen die Kantorinnen und Kantoren des evangelischen Dekanats Wetterau jeden Monat eine besondere Orgel aus dem Dekanat vor. Die Orgel des Monats steht in der evangelischen Kirche in Gambach und lädt zum Spielen von Orgelwerken aus fast allen Zeiten ein.

Die Orgel in der Gambacher Kirche steht an der Ostseite der Kirche über der Kanzel. Ab 1852 wurde die dortige Orgelempore auf drei Stützen eingebaut. In den Jahren 1853/1854 baute Friedrich Wilhelm Bernhard dort die heutige Orgel. Friedrich Wilhelm Bernhard war Sohn des Orgelbauers Johann Hartmann Bernhard und der ältere Bruder von Adam Karl Bernhard. Zusammen mit seinem Bruder arbeitete Friedrich Wilhelm zunächst im väterlichen Betrieb in Romrod, aus dem auch die Gambacher Orgel stammt, und übernahm nach dem Tod des Vaters schließlich dessen Firma, während Adam Karl sich in Gambach selbstständig machte. Unter dem Namen Gebrüder Bernhard führten die Söhne Karl Theodor und Karl Rudolf Bernhard die Gambacher Firma bis ins 20. Jahrhundert fort.

Pfeifen für Rüstungszwecke

Größter Konkurrent Bernhards war Johann Georg Förster, dessen Orgeln ebenfalls in Wetterauer Kirchen stehen.

40 zinnerne Pfeifen des Prinzipals im Prospekt der Orgel wurden 1917 zu Rüstungszwecken abgeliefert. 1958 folgten eine Renovierung, Umdisponierung und Erweiterung der Orgel durch die Licher Firma Förster & Nicolaus, 1987 eine Überholung und der Austausch einiger Pfeifen. 2002 wurde die Orgel erneut überholt. Die Orgel verfügt über 15 Register, die sich auf einem Manual und Pedal verteilen.

»Der Klang der Gambacher Orgel ist rund und ausgewogen«, sagt Dekanatskantor Uwe Krause. »Das Instrument ist in einem guten Zustand. Obwohl die Orgel nur über ein Manual verfügt, kann sie durch schön klingende Register punkten und lädt zum Spielen von Orgelwerken aus fast allen Zeiten ein.«

Weitere Informationen und Klangbeispiele finden sich online unter www.wetterau-evangelisch.de.

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