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Freundeskreis-Vorsitzender Uwe Müller (l.) zeigt den Denkmalpflegern Corinna Sauerwein und Daniel Landskron einen Riss in der Mauer der Kernburg.

Mauer als Ganzes betrachten

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Münzenberg (pm). Auf Einladung des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg hat sich der neue Bezirksdenkmalpfleger Daniel Landskron kürzlich über die historischen Besonderheiten des Burgenstädtchens informiert. Dabei betonten die Vereinsmitglieder, wie wichtig es sei, die Stadtmauer als Ganzes in den Blick zu nehmen, statt diese immer nur an einzelnen Stellen zu sichern.

Das Treffen hatte Corinna Sauerwein von der Unteren Denkmalschutzbehörde vermittelt, nachdem der Freundeskreis ihr Probleme mit historischen Bauwerken, aber auch Vorhaben des Vereins vorgestellt hatte.

Jubiläum steht an

Der Vorsitzende des Freundeskreises, Uwe Müller, zugleich Ortsvorsteher, präsentierte Münzenberg als historisch wertvolle Fachwerkstadt: Sie habe großartige stadtbildprägende Gebäude über einem fast komplett erhaltenen Stadtgrundriss. Dann luden er und sein Vize Sven Peter Müller zum Rundgang ein.

Zum Jubiläum »50 Jahre neue Stadt Münzenberg«, das 2022 ansteht, will der Verein den Platz am Nussbaum/Friedberger Weg aufwerten - u. a. mit einer Rekonstruktion einer historischen Ruhe. Weiter ging es in Richtung Aussiedlerhöfe zu dem vom Freundeskreis gesetzten Verbotsstein. Zurück ging es durch die Altstädter Pforte zur gerade für viel Geld gesicherten Ausfallmauer, die sich von der Burgmauer gelöst hat und einen erheblichen Überhang aufweist.

Die Münzenberger stellten die Notwendigkeit einer Gesamtaufnahme der einstmals über einen Kilometer langen Stadtmauer vor, um eine für alle sinnvolle Lösung der Probleme zu finden. Hier eine Sicherung und dort eine andere löse die Probleme nicht: Eine konzertierte Großaktion sei vonnöten, in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege, wie Müller deutlich machte. Landskron zeigte Verständnis und unterstützte eine Bestandsaufnahme als ersten Schritt.

Im Anschluss ging es hinab zur ev. Kirche und dann ins Kulturhaus Alte Synagoge, wo Landskron sich über den Umbau informierte. Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer erläuterte hernach die Entwicklung des Ärztehauses im Steinweg, bevor die Gruppe über den Marktplatz und den Burgweg zu ihrem Ausgangspunkt, dem Platz des geplanten Besucherzentrums gegenüber dem Burghotel, zurückkehrte.

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