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Haben den »Europabaum« gepflanzt (v. l.): Gabriele Sickel, Dr. Johannes Fertig, Edda Weber, Bürgermeisterin Isabell Tammer und Stefan Grieb.

Hoffnung für eine gute Zukunft

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Münzenberg (pm). Er soll ein Zeichen der Hoffnung für eine gute Zukunft Europas sein. Die parteiübergreifenden Europa-Union hat der Stadt Münzenberg im Vorfeld des Europatags am 9. Mai eine Esskastanie gespendet. Der »Europabaum« wurde nun in Gambach gepflanzt.

Die Kastanie steht am Zugang zum freigelegten und rekonstruierten Grundriss einer römischen Villa Rustica. Bei der Pflanzung anwesend waren der Kreisvorsitzende der Europa-Union, Dr. Johannes Fertig, Bürgermeisterin Isabell Tammer, die ehemalige Ortsvorsteherin Gabriele Sickel, der neue Ortsvorsteher Stefan Grieb und die Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes Edda Weber und Kurt Kretschmer. Bürgermeisterin Tammer habe gemeinsam mit den Mitgliedern des Magistrats und in Abstimmung mit dem Gambacher Ortsbeirat bewusst diesen Standort gewählt, da hier bereits vor nahezu zwei Jahrtausenden mindestens zwei Kulturen Europas aufeinandergetroffen seien und an dieser Stelle - wenn auch nicht ganz freiwillig - etwa vier Jahrhunderte lang miteinander gelebt hätten, wie Fertig mitteilt.

Er bedankte sich bei der Bürgermeisterin für die Möglichkeit, an einem solchen »historischen Ort« den »Europabaum« pflanzen zu können. »In diesem Jahr feiern wir am 9. Mai nicht nur den Europatag, sondern auch den Start der Konferenz über die Zukunft Europas«, betonte Fertig. Die Konferenz über die Zukunft Europas biete allen Bürgern die Möglichkeit, Ideen für die Zukunft Europas einzubringen. »Auch wir im Wetteraukreis können mitmachen. Lassen Sie uns gemeinsam an Europas Zukunft bauen«, lautete sein Appell. Das mehrsprachige Onlineportal futureu.europa.eu stehe allen Bürgern für Ideen zu unterschiedlichen europäischen Politikbereichen offen. Diese sollen in die Arbeiten der Konferenz einfließen. »Die Konferenz zur Zukunft Europas sehen wir als Aufforderung, uns zu überlegen, in welchem Europa wir leben möchten«, so der Kreisvorsitzende. Diese Debatte wolle man auch hier vor Ort führen und auf diese Weise gemeinsam am nächsten Schritt der europäischen Einigung mitarbeiten. Leider sei es pandemiebedingt schwierig, mit den Wetterauern über ihre Vision des Europas von morgen ins Gespräch zu kommen. Er sei aber zuversichtlich, dass im zweiten Halbjahr wieder Veranstaltungen der Europa-Union möglich sind.

Die Europa-Union fordert die Abschaffung der Einstimmigkeitsregeln im Rat der EU. Europa stehe mit Blick auf Klimawandel, Gesundheit, Digitalisierung oder Demokratie vor größten Herausforderungen. »Deshalb erwarten wir von der Konferenz zur Zukunft Europas konkrete und verbindliche Ergebnisse. Die EU brauche eine Vertragsreform und eine weitere Vertiefung der europäischen Integration ein, an deren Ende die Gründung eines föderal verfassten europäischen Bundesstaates stehen sollte.

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