DRK brechen Einnahmen weg

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Münzenberg (pm). Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise haben auch das Münzenberger DRK erreicht. Dessen Abnehmer der Kleiderspenden habe angekündigt, alle Zahlungen einzustellen.

Der internationale Warenhandel komme mehr und mehr zum Erliegen, argumentiert der Abnehmer der Kleiderspenden, die das Münzenberger DRK über Container sammelt. Neben den Schwierigkeiten der Logistik und geschlossenen Häfen würden die Märkte in den internationalen Zielländern der Secondhand-Kleidung behördlich geschlossen. Dies führe dazu, dass die sortierte Ware nur noch sehr eingeschränkt abgesetzt werden könne. Umsätze seien nicht mehr zu erlösen.

Sozialarbeit gefährdet

Für Frank Metz, zuständiger Vorstand für die Sozialarbeit im Münzenberger DRK, hat diese Nachricht eine massive Auswirkung auf die Arbeit vor Ort. Denn die Kosten der DRK-Hausaufgabenbetreuung, wie Miete, Transport der Kinder, Schulmaterialien etc., würden zum größten Teil über die Einnahmen der Kleidercontainer finanziert. »Dieser Erlös ist die tragende finanzielle Säule unserer Sozialarbeit«, sagt Metz. »Mit den erhaltenen Geldspenden alleine können wir den Dauerbetrieb einer Betreuung nicht finanzieren.«

Der DRK-Ortsverein habe die Leerung der Kleidercontainer aktuell noch nicht eingestellt. Denn Metz befürchtet, dass die Bürger ihre Kleidersäcke dann auf dem Gelände um die Container herum stellen würden, wie dies regelmäßig bei den Glascontainern zu beobachten sei. Die Personalkosten für die Leerung und »die nicht unerheblichen Kosten für die Entsorgung des in den Containern entsorgten Restmülls« würden derzeit noch durch Rücklagen abgedeckt. Doch das sei auf Dauer nicht durchzuhalten.

Inzwischen hätten die Kommunen Münzenberg, Butzbach und Rockenberg finanzielle Unterstützung zugesagt. Dies werde aber nicht ausreichen, um die Situation dauerhaft zu meistern, betont das DRK. Metz: »Wenn in den nächsten Wochen keine Entspannung eintritt, müssen wir die Container sperren, wie dies bei vielen gewerblichen Sammlern schon heute zu beobachten ist.«

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