So sieht man sie sonst eher nicht: Autorin Uli Aechtner hat sich passend zu ihrem gerade erschienenen Weihnachtskrimi angezogen. Sie hält das druckfrische Exemplar von "Leise rieselt der Tod" in den Händen. FOTOS: EMONS_VERLAG/PM
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So sieht man sie sonst eher nicht: Autorin Uli Aechtner hat sich passend zu ihrem gerade erschienenen Weihnachtskrimi angezogen. Sie hält das druckfrische Exemplar von "Leise rieselt der Tod" in den Händen. FOTOS: EMONS_VERLAG/PM

Mörderische Weihnachtszeit

  • Sabine Bornemann
    vonSabine Bornemann
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Weihnachten feiern wollte sie gar nicht. Und dann "stolpert" Jenny auch noch über einen toten Nikolaus. Plötzlich ist sie mitten drin in einer Mordermittlung der Polizei. Bankerin Jenny ist die Hauptfigur in Uli Aechtners neuestem Krimi "Leise rieselt der Tod". Ein Weihnachtskrimi, der gerade erschienen ist.

Die Bad Vilbeler Autorin Uli Aechtner hat schon viele Krimis geschrieben. Jetzt hat sie sich an einen Weihnachtskrimi gewagt - allerdings ist jetzt nicht ganz richtig, denn geschrieben hat sie ihm im ersten Corona-Lockdown und bis in den Hochsommer hinein. "Da musste ich mich bei über 30 Grad mit Schnee und Lebkuchen beschäftigen", lacht sie.

Humor ist ein ganz wichtiger Bestandteil ihres Krimis, denn allzu blutig sollte ihr Buch nicht sein. "Spannend, aber mit viel Weihnachtsflair", sagt sie. Dreh- und Angelpunkt ist Jennys und ihre persönliche Familiengeschichte. Sie arbeiten irgendwo bei einer Bank, ihr Freund Nick verlässt sie, und plötzlich steht ihr der Sinn gar nicht mehr nach einem heimeligen Weihnachtsfest. Sie "flieht" zu ihrem Sandkastenfreund Tom aufs Land. Dort "stolpert" sie buchstäblich über eine Leiche. Ein toter Nikolaus, der eigentlich eine Frau ist. Eine tote Weihnachtsfrau sozusagen. Besagter Sandkastenfreund Tom - ein frischgebackener Landarzt - wird des Mordes verdächtigt. Jenny will ihm helfen und wird so über Nacht zur Ermittlerin.

Wo ermittelt wird, wird im Krimi nicht deutlich gesagt. "Er ist überregional, könnte natürlich in Hessen spielen", sagt Aechtner. Auf die Region oder die Wetterau lokalisieren wollte sie ihr Werk dieses Mal nicht. "Das hat seinen Reiz, habe ich ja schon gemacht. Jetzt ging es mir um Weihnachten im weitesten Sinn." Dafür sorgen im Krimi immer wieder Beschreibungen von Jennys Kindheitserinnerungen oder generellen Weihnachtstraditionen: Tannenbäume im Wald schlagen, Stollenrezepte, Schneespaziergänge, Familienidylle an den Feiertagen. Doch ganz so idylisch ist es im Krimi nicht auf jeder Seite - sonst wäre es ja kein Krimi. Und auch im wahren Leben ist Weihnachten das Fest, das für die größten Konflikte sorgt, erzählt Aechtner. Sie hat sich bei ihren Recherchen viel mit der Polizei unterhalten. "An Weihnachten wird in vielen Familien getrunken, gestritten und im schlimmsten Fall aufeinander losgegangen. Das haben die Beamten bestätigt."

So drastisch ist es in "Leise rieselt der Tod" nicht. Dennoch gibt es Probleme als sich die komplette Familie in Jennys neuem Leben zu Besuch ansagt. "Beim Schreiben war es immer ein Balanceakt zwischen Spannung und Humor", erinnert sich Aechtner. Daher wird es für Jenny und die Leser wieder lustig als Jenny während ihrer Ermittlungen ausgerechnet in einem Weihnachtsflirtkurs für einsame Herzen landet.

Wie und ob Jenny den Täter oder die Täterin überführt, will die Autorin natürlich nicht verraten.

Eigentlich hatte Uli Aechtner für das erste Adventswochenende eine weihnachtliche Lesung mit Jazz in der Bad Vilbeler Mediathek geplant. Während der Lesung wollte Klaus Appel Saxofon spielen. Das geht am Sonntag, 29. November, natürlich nicht. Alle Beteiligten versuchen nun, einen neuen Termin für Dezember zu finden, wenn es die Corona-Lage wieder erlaubt.

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