Von Mensch zu Mensch

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Carmen Körschnerbraucht in ihrem Ehrenamt viel Fingerspitzengefühl. Seit 25 Jahren ist sie in Wölfersheim als ehrenamtliche Schiedsfrau aktiv. Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen können sehr schnell eintreten. Den unmittelbar Beteiligten fällt es dann manchmal schwer, ihre Streitigkeiten untereinander beizulegen. Als Schiedsfrau ist Körschner hierbei oft erste Anlaufstelle. Vor wenigen Tagen konnte sie ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern.

Schiedsämter gibt es in jeder hessischen Gemeinde. Schiedsfrauen und Schiedsmänner nehmen dort die Aufgabe der außergerichtlichen Streitschlichtung wahr. Gelingt es, eine Einigung zu erzielen, dann bleibt den Beteiligten ein langwieriges Verfahren mit umfangreichen Schriftsätzen erspart. Im gleichen Zug werden Gerichte entlastet, die sich nicht mit Fällen beschäftigen müssen, die mit etwas gutem Willen und gesundem Menschenverstand gelöst werden könnten.

"In der Praxis hat es sich bewährt, zunächst getrennt mit den Menschen zu reden und sich auch einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen. Dadurch kennt man sich bereits und Gespräche laufen wesentlich ruhiger und sachlicher ab", sagt Körschner. Sind die beteiligten Parteien sich einig, wird ein Vergleich aufgesetzt, den beide Parteien unterschreiben. "Sicher kann ich es nicht jedem Recht machen, und auch nicht immer kann ein guter Vergleich herbeigeführt werden. Da braucht man als Schiedsfrau ein dickes Fell. In den meisten Fällen gelingt die Einigung allerdings. Oftmals genügt es schon, mit beiden Seiten getrennt voneinander zu reden und das Verfahren kann eingestellt werden", sagt Körschner.

Anlässlich ihres Dienstjubiläums traf sie sich mit dem Direktor des Amtsgerichts Friedberg, Dr. Klaus Krämer, um die Urkunde zum Dienstjubiläum entgegenzunehmen. Wieder im Wölfersheimer Rathaus angekommen, wartete schon Bürgermeister Eike See, der sie mit Blumen beglückwünschte und ihr für den herausragenden Einsatz dankte. (pm/Foto: pv)

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