Corona

E-Mail-Adresse kann schnellere Impfung bedeuten

Ein Pressesprecher des Hessischen Innenministeriums antwortet auf Fragen der WZ

?Wie viele Personen sind zur Zeit impfberechtigt?

Etwa 550 000 Menschen fallen unter die Gruppe mit höchster Impfpriorität. Dabei handele es sich überwiegend um Senioren, die 80 Jahre und älter seien. Die Anzahl der Berechtigten mit hoher Priorität wird auf circa 1,5 Millionen Personen in Hessen geschätzt, wie Benjamin Crisolli, Pressesprecher des Hessischen Innenministeriums, mitteilt.

?Wie viele Personen sind in Hessen geimpft?

»Stand 14. April wurden insgesamt 871 910 Erstimpfungen und 417 471 Zweitimpfungen in den 28 hessischen Impfzentren durchgeführt. Rund 390 000 registrierte Impfberechtigte warten derzeit noch auf einen Termin«, teilt Crisolli mit. Für den Großteil der Registrierten ohne Termin komme nach den Vorgaben der Stiko auch AstraZeneca infrage. Dafür werde das Land zunächst in Zusammenarbeit mit den Impfzentren so schnell wie möglich Termine anbieten. Zudem könnten zur Zeit in den Impfzentren deutlich mehr Termine vergeben werden als in den Vorwochen. Daher könne den meisten der derzeit registrierten Personen in den nächsten Wochen ein Termin angeboten werden.

?Wie verläuft die Vergabe der Impftermine?

Um einen Impftermin zugewiesen zu bekommen, registrieren sich impfberechtigte Bürger zunächst über die Onlineplattform oder das Callcenter des Landes für eine Terminzuweisung. Bei der Registrierung geben sie den Grund der Priorisierung an. Nach erfolgreicher Registrierung werden den impfwilligen Bürgern Termine über ein automatisiertes Verfahren zugewiesen. »Die Termine werden hierbei nicht willkürlich vergeben. Grundsätzlich läuft die Terminvergabe innerhalb der Priorisierungsgruppe 2 für Personen zwischen 70 und 79 Jahren durch die Vergabesoftware nach Alter fallend. Das heißt, zuerst bekommen 79-Jährige ihren Termin, dann 78-Jährige und so fort«, teilt Ministeriumssprecher Crisolli mit. »Zwei Drittel der Terminvergaben, die derzeit vorgenommen werden, richten sich nach dem Alter. Ein Drittel wird aufgrund des Berufsstandes oder etwaiger Vorerkrankungen vorgenommen.« Mehrerer Berechtigungsgrundlagen könnten bei der Registrierung sowohl online als auch telefonisch angegeben werden.

?Wie kommt es, dass ein 76-Jähriger vor einem 77-jährigem geimpft wird?

Nur in Ausnahmefällen und aufgrund logistischer und technischer Erfordernisse komme es vor, dass jüngere vor älteren Bürgern ihre Impftermine erhielten. »Beispielsweise kann es sein, dass ein 71-Jähriger mit einer Vorerkrankung - oder weil er eine Betreuungsperson oder ähnliches ist - vor einer 79-jährigen Person, die nur nach dem Alter impfberechtigt ist, einen Termin erhält«, sagt Sprecher Crisolli.

?Wie kann es sein, dass mancher Wochen auf einen Termin wartet und andere nur wenige Tage?

Kurzfristig freigewordene oder zusätzlich verfügbare Termine - weil zum Beispiel zusätzlicher Impfstoff zur Verfügung steht oder bereits erfolgte Terminbuchungen abgesagt wurden - können laut Benjamin Crisolli aufgrund der Kürze der Zeit nur an Personen vergeben werden, die bei ihrer Registrierung eine E-Mail-Adresse hinterlegt hätten. Nur so sei gewährleistet, dass Termine auch kurzfristig neu belegt werden könnten. smf

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