ist Heilpflanze und wertvolles Lebensmittel.	FOTO: PIXABAY_MABEL_AMBER
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ist Heilpflanze und wertvolles Lebensmittel. FOTO: PIXABAY_MABEL_AMBER

PFLANZEN HELFEN

Löwenzahn

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An dieser Stelle gibt die Heilpraktikerin Bettina Fornoff Tipps, welche Pflanzen uns jetzt helfen und wie sie uns wohltun.

Wir kennen den Löwenzahn (Taraxacum officinale) als eine sehr kraftvolle und unverwüstliche Pflanze, die als »Un«kraut aus jeder noch so kleinen Ritze im Asphalt, in unseren Höfen und am Bürgersteig sprießt und jeden Rasen in eine dottergelbe Landschaft verwandelt. Doch der Löwenzahn ist eine sehr wirkungsvolle Heilpflanze und gehört mit seinen Bitterstoffen auf jeden Fall in jede Frühjahrskur mit dazu. Er kann in Form von Salat, Tee, Pflanzensaft (der weiße Milchsaft aus den Stängeln), Frischpflanzenpresssaft, Kaltwasserauszug, Wein, Löwenzahnwurzelextrakt oder auch homöopathisch verwendet werden. Löwenzahn hat einen besonders positiven Einfluss auf die Verdauungsorgane. Er steigert die Magensaftsekretion (und da wir alle nur noch mangelhaft und viel zu wenig kauen, fehlen uns diese Magensäfte meist), er wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd. Bei Blähungen und Völlegefühl ist der Löwenzahn also ausgezeichnet. Er hat aber auch eine choleretische Wirkung, was bedeutet dass die Produktion der Gallensäfte in der Leber angeregt wird, die Gallensäfte werden schön dünnflüssig und verbessern so auch den Fettstoffwechsel. Löwenzahn ist eine der wichtigsten Heilpflanzen für die Unterstützung der Leber, durch seine harntreibende Eigenschaft kann er aber auch gezielt bei Harnwegsinfekten verordnet werden. Im Gegensatz zu vielen Diuretika werden durch den Löwenzahn mit dem Urin nicht vermehrt Mineralien ausgeschieden, denn der Löwenzahn versorgt unseren Organismus zusätzlich mit vielen wichtigen Mineralien, wie zum Beispiel Kalium, Calcium und Magnesium. Der Löwenzahn ist also nicht nur eine wunderbare Heilpflanze, sondern auch ein wertvolles Lebensmittel, das uns mit viel Antioxidantien, Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, pflanzlichem Protein und wichtigen Mineralien versorgt. Übrigens mit 100 g Löwenzahn im Salat oder im Smoothie decken Sie circa 20 Prozent ihres Eisenbedarfs. Es gibt zahlreiche Rezepte für die Zubereitung von Löwenzahn in der Küche. Je zarter die Blätter sind, desto besser für Salate. Die Blüten kann man für Löwenzahnhonig oder Sirup nutzen. Blütenknospen werden auch in Essig eingelegt und wie Kapern verwendet oder in Butter geröstet. Die Wurzel kann im Herbst geerntet werden, für den harntreibenden, leberreinigenden Tee (1 TL Wurzel mit einer Tasse kaltem Wasser aufkochen lassen, 10 Min. ziehen lassen).

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