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Freuen sich über die Ehrungen (v. l.): Christian Trutwig, Geburtstagskind Peter Krank, Gudrun Roth, Stadtverordnetenvorsteher Oliver von Massow, Manfred Schneider, Bürgermeister Klaus Kreß und Hans-Peter Thyssen.

Lob, Dank und Süßigkeiten

  • VonPetra Ihm-Fahle
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Schokoriegel lagen auf den Tischen, als das Bad Nauheimer Parlament am Donnerstagabend tagte, denn Erster Stadtrat Peter Krank wurde 60 Jahre alt. Festliche Laune herrschte aber auch, weil sechs scheidende Kommunalpolitiker eine Ehrung erhielten, vier davon anwesend. Neben Lob und Dank fielen auch ein paar kritische Sätze.

Ehrungen standen am Donnerstagabend erneut auf der Tagesordnung des Bad Nauheimer Parlaments in der Frauenwaldhalle Nieder-Mörlen. Bevor Stadtverordnetenvorsteher Oliver von Massow (CDU) und Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) die Verdienste scheidender langjähriger Magistratsmitglieder und Stadtverordneter würdigte, stand etwas anderes an: Von Massow gratulierte dem Ersten Stadtrat Peter Krank (parteilos) mit einer Flasche Wetterauer Whisky zum 60. Geburtstag, der just auf diesen Tag fiel. Krank hatte Schokoriegel mitgebracht. »Zur Stärkung wegen der langen Tagesordnung«, erklärte das Geburtstagskind.

Von Massow und Kreß nahmen die Ehrungen mit Lob, Urkunden und Blumen vor. Zugegen waren Hans-Peter Thyssen (SPD), Gudrun Roth (FW/UWG), Manfred Schneider (FDP) und Christian Trutwig (CDU).

Thyssen über 46 Jahre lang aktiv

»Was wäre Bad Nauheim, wenn wir nicht so viele Menschen hätten, die sich ehrenamtlich für die Stadt einsetzen«, erklärte von Massow. Thyssen war 46 Jahre und acht Monate in der Kommunalpolitik aktiv gewesen, Roth über 20, Schneider 31 und Trutwig 24 Jahre. Stadtrat Christian Weiße (FW/UWG) und Ortsbeiratsmitglied Günter Neubauer (FDP) waren nicht anwesend. Bei Christian Weiße waren es 32 Jahre und zwei Monate als Stadtverordneter und Stadtrat, bei Günter Neubauer 21 Jahre als Stadtverordneter, Stadtrat, Mitglied des Senioren- und des Kernstadt-Ortsbeirats. Beide sind jetzt Ehrenstadträte.

Bürgermeister Kreß würdigte Thyssen, nunmehr Ehrenstadtrat: »Er gehört wirklich zu den akribischen und sorgfältigen Arbeitern. Ich spreche dir großen Respekt aus, auch für die großen Impulse in Sachen Städtepartnerschaft. Du fehlst im Magistrat.« Über Roth, die jetzt Ehrenstadträtin ist, sagte der Bürgermeister: »Ich habe an Ihnen die Gradlinigkeit im Magistrat geschätzt. Gudrun Roth hatte immer eine Meinung und hat dazu gestanden, das Ganze gepaart mit einer ausgleichenden Art. Sie hat dem Gremium gutgetan und Impulse gesetzt.« Manfred Schneider, der als Ehrenstadtverordneter geht, wurde von Kreß als echtes Original bezeichnet. »Heute ist manches viel stromlinienförmiger.« Zu sein wie Schneider könne man nicht kopieren. »Es war ein besonderes Moment, wenn er Reden hielt, dies wird in die Annalen eingehen. Meine Hochachtung. Es geht ein Original.«

Trutwig kommt eventuell bald wieder, da er der nächste Nachrücker der CDU-Liste ist. Wegen der Unterbrechung erhielt er die Bezeichnung Ehrenstadtverordneter. »Er ist mit Leidenschaft dabei. Bei komplexen Bauvorhaben legt er den Finger in die Wunde und wenn es zum Wohl der Stadt ist, ist es respektabel«, erklärte Kreß.

Die Geehrten bedankten sich. »Es war eine schöne Zeit«, betonte Thyssen und dankte seiner Frau. Roth stellte fest: »Bad Nauheim ist zu einer wunderschönen Stadt aufgeblüht und entwickelt sich immer weiter.« Schneider nutzte seine Rede, um der Kenia-Koalition eins draufzugeben, die aufpassen müsse, nicht die Politikverdrossenheit zu fördern. Kreß wünschte er, am Ende seiner Amtszeit die Therme öffnen zu können, Krank, das Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen. Trutwig richtete sich an die neuen Stadtverordneten: »Ich hoffe, dass Sie sich streitbar einbringen.«

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