Blaumeisen sterben an neuer Krankheit

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Limeshain (pm). Als ob das Coronavirus nicht schon genug Sorgen bereiten würde, grassiert eine bis jetzt unbekannte und anscheinend ansteckende Krankheit in der Vogelwelt, vor allem Blaumeisen scheinen betroffen zu sein. Die Tiere fallen besonders durch Apathie auf und verlieren die Scheu vor Menschen.

Anfang März wurden erste Fälle aus anderen Bundesländern bekannt. Nun sind auch erste Fälle in Rommelshausen gemeldet worden. Um die Ausbreitung dieses neuen Phänomens zu erfassen und zu bewerten, bittet der örtliche NABU um seinen Vorsitzenden Manfred Vogt um die Meldung kranker oder toter Blaumeisen und das Einsenden von Proben zur Untersuchung.

Über Ostern seien bundesweit beim NABU bereits deutlich über 8000 Fälle toter und kranker Blaumeisen gemeldet worden. Einige Eigenschaften der Krankheitswelle würden zu einer für Menschen ungefährlichen bakteriellen Infektion passen.

Die erkrankten Vögel werden meist in der Umgebung von Futterstellen in Gärten beobachtet und fallen dadurch auf, dass sie nicht mehr auf ihre Umwelt reagieren. Es wurde beobachtet, dass Blaumeisen apathisch und aufgeplustert auf dem Boden saßen und keine Fluchtversuche bei sich nähernden Menschen unternahmen. Der NABU rät, bei Beobachtungen von mehr als einem kranken Vogel an Futterstellen diese Fütterung und die Bereitstellung von Tränken sofort einzustellen.

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