Vize-Ortsvorsteher Gerald Schulze zeigt, wo weitere Straßenlampen nötig sind. Die SPD-Fraktion im Ortsbeirat hat Leuchten für den Friedhofsweg beantragt. FOTOS: JÜRGEN SCHENK
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Vize-Ortsvorsteher Gerald Schulze zeigt, wo weitere Straßenlampen nötig sind. Die SPD-Fraktion im Ortsbeirat hat Leuchten für den Friedhofsweg beantragt. FOTOS: JÜRGEN SCHENK

Licht in dunkle Ecken bringen

  • vonJürgen Schenk
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Der Ortsbeirat weiß, wo der Schuh im Dorf drückt. In Okarben stehen fürs kommende Jahr etliche Investitionen an.Die Stadt hat vor die Hauptstraße weiter zu sanieren. Der Ortsbeirat fordert den Weg zum Friedhof besser auszuleuchten.

Was ist geplant für Okarben? Die Sitzung des Ortsbeirates am Montag sollte die Bürgerinnen und Bürger auf den neuesten Stand bringen. Zum Jahresende geht es dem Ortsbeirat vor allem um einen Ausblick auf 2021. Dazu eingeladen hatte diesmal Gerald Schulze (SPD) als stellvertretender Ortsvorsteher. Amtsinhaber Karlheinz Gangel (CDU) konnte nicht teilnehmen. Für den Magistrat der Stadt Karben war Stadtrat Sebastian Wollny (CDU) erschienen. Trotz Corona-Einschränkungen zeigten sich einige Einwohner im großen Saal des Bürgerhauses interessiert an den Plänen für ihren Stadtteil.

Öffentliches Wlan am Bürgerhaus

Wollny erklärte anhand des städtischen Haushaltsentwurfs, wo Gelder für Okarben eingestellt sind. 430 000 Euro sind für den vierten Bauabschnitt der Hauptstraße vorgesehen. Die Straße wird zwischen Neugasse und Tegut-Lädchen erneuert. Darüber hinaus ist die Sanierung des Geländers der Niddabrücke vorgesehen. Entschärft werden soll die Engstelle am Jugendkulturzentrum (JuKuZ). Außerdem wird die Nidda-Renaturierung zwischen Groß-Karben und Okarben vorangebracht.

Ein weiterer Punkt ist die WLAN-Anbindung innerhalb des Ortes. 10 000 Euro sind dafür vorgesehen. Verortet werden soll das ganze am Bürgerhaus. Ein Förderantrag sei bereits gestellt worden.

Ortsbeiratsmitglied Matthias Flor (SPD) ging diese Ankündigung nicht weit genug. Er brachte einen zweiten WLAN-Zugangspunkt in der Ortsmitte ins Gespräch. Wollny zeigte sich nicht abgeneigt, warnte aber vor einer Kostenerhöhung, weil dort keine städtische Liegenschaft in der Nähe sei. "Wenn sich jemand bereit erklärt, kann das gerne in Angriff genommen werden."

Um Gefahrenminimierung ging es in einem Antrag, den die SPD einbrachte. Die Straßenbeleuchtung soll 2021 bis zum Ende des Friedhofsweges (Höhe Trauerhalle) ausgeweitet werden. Damit könnten in der "dunkelsten Ecke Okarbens", wie Gerald Schulze die Gegend nennt, Fußgänger, Radfahrer und Friedhofsbesucher mehr Sicherheit bekommen. Schon in der Dämmerung sei diese Stelle kaum einsehbar.

Aus den Reihen der Bürger wurde angeregt, doch gleich den ganzen Weg bis zur Niddabrücke zu beleuchten. "Jetzt, in dieser Jahreszeit, kann man dort nur mit Taschenlampe unterwegs sein", gab eine anwesende Hundebesitzerin zu bedenken. Andere sprachen sogar von einem Drogenumschlagplatz im nahe gelegenen Wäldchen und von mysteriösen Autos, die immer auf dem Friedhofsparkplatz stünden. Schulze umschrieb die Äußerungen mit den Worten: "Dunkelheit scheut das Licht." Der Antrag wurde allerseits sehr begrüßt. Genauso würden Volksbank-Kunden wohl auch die Möglichkeit begrüßen, wenn sie am Geldautomaten der Kreissparkasse gebührenlos Geld abheben könnten. Seit der Schließung der Volksbank in Okarben bleibt ihnen nämlich nur dieser Ausweg. Andernfalls müssen sie sich in eine auswärtige Volksbank-Filiale begeben. Eine gemeinsame Aktion beider Geldinstitute stellt einen derartigen Finanz-Service jetzt in Aussicht. Die SPD-Fraktion nahm das zum Anlass und brachte einen entsprechenden Antrag in die Sitzung ein. Auch dieser fand Zustimmung.

Die diskutierte Umwandlung des Bornweges in eine Einbahnstraße musste zurückgestellt werden. Das Ordnungsamt soll die Sachlage überprüfen. Ein Landwirt hatte zuvor vehemente Einwände verlautbaren lassen. Er müsse mit seinen schweren Maschinen entgegen der Einbahnstraße aus dem Hof fahren. Nur so käme er ohne Umweg auf seine Felder. Dazu muss man aber wissen: Der Bornweg ist für viele Eltern mit ihren Kindern der alltägliche Weg zur Kita. Konflikte scheinen programmiert. Eine Lösung muss im nächsten Jahr gefunden werden.

Ortsbeirat fordert mehr Transparenz

Gerald Schulze warb , um mehr Transparenz zwischen Stadt und Ortsbeirat. Seien Infvestitionen geplatn, müssten zuerst die Verantwortlichen vor Ort über neue Pläne informiert werden, forderte er. "Wir müssen wissen, was im Ort passieren soll."

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