Polizisten haben den Lkw-Fahrer mit der kuriosen Ladetechnik aus dem Verkehr gezogen.
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Polizisten haben den Lkw-Fahrer mit der kuriosen Ladetechnik aus dem Verkehr gezogen.

Mit offenen Türen

A5: Kuriose Ladetechnik - Polizei zieht Lkw-Fahrer aus dem Verkehr

Polizisten haben vor Kurzem zwei Lkw aus dem Verkehr gezogen. Grund war die kuriose Ladetechnik der Fahrer.

A5/Butzbach - Da staunten die Beamten der Polizeiautobahnstation Mittelhessen nicht schlecht als sie die zwei Lkw vor Kurzem auf der Autobahn 5 entdeckt haben. Die Ladung der beiden Laster ragte deutlich nach hintern über das Heck hinaus, sodass die Polizei eingreifen musste.

Ein Laster erregte in Fahrtrichtung Kassel die Aufmerksamkeit der Polizisten. Ein Kleintransporter ragte deutlich aus dem Lkw heraus. Auf dem in Polen zugelassen Anhänger standen insgesamt zwei Kleinbusse. Allerdings passte der hintere nicht mehr komplett auf die Ladefläche und ragte daher über das Fahrzeugheck hinaus.

Mit offenen Türen unterwegs

Gar kein Problem, dachte sich wohl der Fahrer des Lkw: Kurzerhand blieben die beiden Hecktüren des Aufliegers offen. Zu der Überlänge, für die der Fahrer keine entsprechende Genehmigung vorgelegen konnte, stellte sich durch die offenen Hecktüren außerdem eine nicht zulässige Verbreiterung des Aufliegers ein. 

Durch die kuriose Ladetechnik stellte der Lkw ein Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar. Der Anhänger wird durch die offenen Türen instabil. Außerdem waren die Konturmarkierungen des Anhängers für Verkehrsteilnehmer nicht mehr erkennbar. 

Die Ordnungshüter begleiteten das Gespann kurzerhand auf das Gelände der Polizeiautobahnstation in Butzbach. Fast zeitgleich erreichte eine zweite Streife mit einem weiteren in Polen zugelassenen Lkw das Gelände. Auch dieser hatte eine kuriose Ladetechnik: In dessen Auflieger standen drei Pkw, wobei auch hier das letzte Fahrzeug aus dem Heck des Anhängers hinausragte und die Türen offenstanden.

Fahrer laden Autos um

Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt beider Fahrzeuge. Die beiden Landsleute fanden eine pragmatische Lösung: Ein Kleinbus wurde abgeladen, dafür ein Pkw aufgeladen. Damit stimmten die Maße wieder und auch die Türen konnten geschlossen werden. So konnte einer der beiden Fahrer seine Fahrt in Richtung Polen fortsetzen. Für seinen Kollegen musste ein zusätzlicher Laster nach Butzbach geordert werden, um den abgeladenen Kleinbus nach Polen zu transportieren.

Die Polizisten leiteten gegen die Speditionen sogenannte Verfallsverfahren ein. Hier werden die durch den "Übertransport" eingesparten Kosten für die gesamte Tour in Rechnung gestellt. In dem Fall des Sattelaufliegers mit den Kleinbussen rund 3 000 Euro und im Fall der drei geladenen Pkw etwa 2 500 Euro.

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