Aus dem Kreistag

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Keine Weihnachtsbeihilfe

Die Fraktion der Linken/Piraten hat im Kreistag eine Weihnachtsbeihilfe von 50 Euro für Kinder aus armen Familien gefordert. Die Fraktion bringt den Antrag seit Jahren ein. Bisher ohne Erfolg. Darauf ging Fraktionsvorsitzende Gabi Faulhaber auch in ihrer Begründung ein. Sie gab jedoch zu bedenken, dass die Kinderarmut von Jahr zu Jahr schlimmer werde. Für ein Weihnachtsgeschenk müssten arme Familien oft monatelang sparen. Das Kindergeld, das zwar erhöht worden sei, werde direkt beim Jobcenter verrechnet. Faulhaber appellierte an die Kreistagsabgeordneten, Nächstenliebe zu zeigen und dem Antrag zuzustimmen. Michael Kuger (AfD) sagte, er sehe die Weihnachtsbeihilfe als falschen Weg, um die Situation zu verbessern. Außerdem würden nicht alle Familien Weihnachten feiern. Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD) verwies auf Initiativen, die Kommunen bereits ergreifen würden, um arme Familien zu unterstützen. Das sei sinnvoller als das Geld pauschal über alle Familien "auszugießen". Einzig von der NPD gab es Zustimmung. Die Mehrheit lehnten den Antrag ab.

Kreis betreut Flüchtlinge

Die Flüchtlingsunterbringung wird künftig wieder vom Wetteraukreis organisiert, die Städte und Gemeinden sollen von dieser Aufgabe entlastet werden. Eine entsprechende Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Unterbringung hat der Wetterauer Kreistag am Mittwoch mit großer Mehrheit verabschiedet.

"Heimfinder-App" abgelehnt

Keine Mehrheit fand ein Antrag der AfD, laut dem der Kreis eine "Heimfinder-App" einrichten soll. Mithilfe dieser App, sagte AfD-Fraktionsvorsitzender Michael Kuger, könnten die Bürger über verfügbare Plätze in der Kurz- und Langzeitpflege informiert werden, die Pflegeheime könnten sich untereinander austauschen. Kuger: "Das spart Zeit und lästiges Suchen." Die App könne mit der Internetseite des Wetteraukreises verlinkt werden. "Das hört sich gut an, aber Sie müssten einfach mal auf unsere Homepage gehen", antwortete Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD). "Dort sind sämtliche Pflegeeinrichtungen aufgelistet." Die Pflegeheime seien außerdem gut vernetzt. AfD und NPD stimmten für den Antrag, die FDP enthielt sich, die übrigen Fraktionen stimmten mit "Nein". (alh/jw)

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