Kreativität und Flexibilität hoch im Kurs

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Friedberg (pm). »Praktikumsplätze in pandemiebedingten (Teil-)Quarantänezeiten oder bei anderen Einschränkungen? Eine echte Herausforderung. Auch dieses Jahr finden die Schulpraktika der Schülerinnen und Schüler in Hessen statt, und alle Akteure sind aufgerufen, entsprechende Lösungen zu finden«, so das Burggymnasium Friedberg.

Auch die Wetterauer Betriebe hätten zunächst einmal ausloten müssen, unter welchen Bedingungen sie arbeiten können. Da sei bedauerlicherweise für Praktikanten und deren angemessene Betreuung nicht immer Platz gewesen. Dennoch hätten sich viele Betriebe bereit erklärt, Praktikanten von der »Burg« aufzunehmen. »Sie taten dies einerseits, um die von den Umständen der Pandemie schulisch besonders betroffenen Schülerinnen und Schülern zu unterstützen, andererseits in dem Wissen, dass man sich dabei genau genommen auch um den Nachwuchs von morgen bemüht.«

So habe sich daraus eine Win-win-Situation entwickeln können, die dadurch erleichtert wurde, dass in diesem Jahr alle Möglichkeiten für ein Praktikumsangebot ausgeschöpft werden konnten. Das bedeutete auch: »Notfalls konnte man in den familiären Betrieben unterkommen, und selbst Homeoffice-Plätze waren gestattet. Aber gleichgültig, welche Lösung gefunden wurde: Es wurde eine gefunden.« Dafür sind die Verantwortlichen des Burggymnasiums den Anbietern ebenso dankbar wie die Schülerinnen und Schüler, die die vergangenen Monate überwiegend im problematischen Distanzunterricht verbringen mussten.

Auf diese Weise hätten von rund 250 Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase (Stufe 11) lediglich etwa 90 keinen Praktikumsplatz gefunden, berichtet das Burggymnasium. Aber auch sie seien nicht leer ausgegangen, sondern erhielten die Möglichkeit, an einem verpflichtenden digitalen Alternativprogramm teilzunehmen, das insgesamt zehn Module zu jeweils mindestens 90 Minuten umfasste und durch ein entsprechendes Berichtsportfolio zu dokumentieren bzw. zu reflektieren war.

»Das war eine echte Herausforderung, die wir nur durch unsere langjährigen guten Kontakte zu institutionellen, unternehmerischen und privaten Kooperationspartnern im Berufsorientierungsbereich meistern konnten«, erläutert Claus Well. Er ist federführend für die berufliche Orientierung am Friedberger Burggymnasium zuständig und hatte in den vergangenen Wochen mit seinem Team an einem vielfältigen Programm gefeilt.

So kamen jene digitalen Workshops zusammen, die der Wetteraukreis, die Friedberger Finanzverwaltung, die Accadis-Hochschule sowie die Generali- und die Barmer-Versicherung anboten. Darüber hinaus engagierte sich ein ehemaliger Schüler, der über die Möglichkeiten und Herausforderungen seines Doppelstudiums Medizin/Psychologie informierte. Die Angebote gab es in verschiedenen Formaten: Vorträge, Präsentationen oder Kleingruppenarbeit. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler waren jedenfalls von dieser Angebotspalette sehr angetan. »So könnte aus der organisatorischen Not dieser Zeit mit ihren vielen Provisorien vielleicht langfristig doch noch Positives erwachsen. Digital jedenfalls war das Alternativprogramm ein Erfolg - insofern ist die ›Burg‹ in diesem Bereich bestens aufgestellt. Und das in dem vollen Wissen, dass nichts über Präsenzunterricht und gewiss nichts über ein echtes Praktikum geht.«

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