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Kita in der Eingewöhnung

  • vonHarald Schuchardt
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Am 1. April sollte die neue städtische Kita "Housing" in der Friedberger Housing Area ihren Betrieb aufnehmen. Corona kam dazwischen. Erst im Juni begann die Eingewöhnungsphase für die ersten Kinder, aber auch für Kita-Leiterin Annette Manderla und ihr Team.

Das war für uns schon ein ganz besonderer Start", sagt Kita-Leiterin Annette Manderla, die dem verspäteten Kita-Start am 2. Juni mit der Eingewöhnungsphase von gerade einmal zwei Kindern und jeweils einem Elternteil auch etwas Gutes abgewinnen kann: "So hatten wir genügend Zeit, um auch uns einzugewöhnen und uns untereinander kennenzulernen, aber auch, um konzeptionelle Gespräche zu führen."

Die meisten der 14 Erzieherinnen wurden neu eingestellt, einige kamen aus anderen städtischen Kindertagesstätten - so wie Antje Schmidt, die den ungewöhnlichen Neustart mit den Worten "Das war ein sehr guter Anfang hier" kommentiert.

Alle 119 Plätze sind vergeben

"So kann man Corona in diesem einen Punkt etwas Positives abgewinnen", sagt Erste Stadträtin Marion Götz, in deren Bereich die Kitas fallen. Eine Notbetreuung gab es in der neuen Einrichtung nicht. Erst durch die Aufhebung des Betretungsverbots für die Kitas und den Start des "Regelbetriebs mit Einschränkungen" konnte die Kita "Housing" ihren Betrieb aufnehmen. Inzwischen werden gut 40 Kinder zwischen eineinhalb und sechs Jahren von aktuell 14 Mitarbeitern betreut. "Die 119 Plätze sind alle vergeben, doch wir können nach dem geltenden Hygienekonzept die Kinder nur nach und nach aufnehmen", erläutert Götz.

In der Eingewöhnungsphase wird der Nachwuchs von einem Elternteil begleitet, meist nur zwei Tage, "dann klappt es bei den Größeren in der Regel", sagt Manderla.

Etwas länger dauert es bei den U3-Kindern. Daher werden hier pro Woche maximal zwei Kinder aufgenommen. Ganz kurz fiel die Eingewöhnung bei den meisten der 27 Kinder aus der inzwischen geschlossenen evangelischen Kita Wintersteinstraße aus. "Die waren alle Kita-erfahren, da konnten wir bis zu zehn auf einmal aufnehmen", sagt Manderla.

Eltern dürfen nach der Eingewöhnungsphase die Kita nicht mehr betreten, doch das Bringen und Holen am Gartentor stellt keine Probleme dar. Gleiches gilt für die Maskenpflicht für Erwachsene im Haus - und in den Gruppenräumen ist die Abstandsregelung kein Problem. "Jetzt kommt uns die sehr großzügige Planung mit viel Platz und viel Licht entgegen", stellt Marion Götz fest.

Da das Wetter in den vergangenen Wochen mitgespielt hat, finden die meisten Aktivitäten ohnehin auf dem großen Außengelände statt. Es ist als Spielgarten mit viel Grün konzipiert worden. Der Baumbestand wurde erhalten.

Viele Spielmöglichkeiten gibt es hier für die Kinder, vom Malen mit Kreide oder dem Fahren über Klettern auf dem großen Gerüst bis hin zum klassischen Spielen im Sand. Auch in den sechs Gruppen- und den Gemeinschaftsräumen sind die Spielmöglichkeiten vielfältig. Im Mehrzweckraum kann an einem Gerüst geturnt werden, und im Leseraum finden die Kinder eine große Auswahl an Bilderbüchern. Dort können die Erzieherinnen auch vorlesen. "Das mache ich sehr gerne", sagt Leiterin Manderla.

Demnächst wird auch der Kneipp-Raum mit zwei Gussvorrichtungen in Betrieb gehen. Im pädagogischen Konzept wurden die Lehren Sebastian Kneipps eingebunden. "Das wird zunächst immer nur mit einem Kind genutzt", sagt Annette Manderla, die - wie alle anderen auch - hofft, dass irgendwann einmal der Regelbetrieb ganz ohne Corona stattfinden kann. "Wir haben hier so viele Möglichkeiten, die wir jetzt oft nicht so nutzen können, wie wir uns das vorgestellt haben, aber die Sicherheit und der Schutz gehen vor."

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