Geplanter Windpark gefährdet Schwarzstörche

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Vorerst kein "Windpark Büdingen-Christinenhof": Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Gießen hat am Mittwoch die Klage des Unternehmens abgewiesen, das in Büdigen/Kefenrod einen Windpark mit fünf Windkraftanlagen betreiben will. Mit der Klage wollte das Unternehmen die vom Regierungspräsidium Darmstadt versagte Genehmigung erstreiten. Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts hat diese Klage nun abgewiesen.

Vorerst kein "Windpark Büdingen-Christinenhof": Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Gießen hat am Mittwoch die Klage des Unternehmens abgewiesen, das in Büdigen/Kefenrod einen Windpark mit fünf Windkraftanlagen betreiben will. Mit der Klage wollte das Unternehmen die vom Regierungspräsidium Darmstadt versagte Genehmigung erstreiten. Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts hat diese Klage nun abgewiesen.

Die Kammer hat die vom Regierungspräsidium angenommene erhöhte Tötungsgefahr für Schwarzstörche als naturschutzrechtlich vertretbar und damit nicht zu beanstanden bewertet. Der geplante Windpark soll nur 2,3 Kilometer von einem Storchenhorst entfernt entstehen. Er müsse von den Störchen zur Nahrungssuche durchflogen werden, was zu einem signifikant erhöhten Tötungsrisiko für die Schwarzstörche führen würde.

Schwarzstörche (Ciconia nigra) sind streng geschützt. Die scheuen Tiere sind etwas kleiner als Weißstörche und leben versteckt in Wäldern mit Gewässern. Klappern können die Schwarzstörche wie ihre weißen Verwandten, und auch sie fliegen im Winter in den Süden. Die europäischen Bestände werden auf 7000 bis 11 000 Brutpaare geschätzt, was ungefähr der Hälfte des Weltbestandes entspricht. Die größten Vorkommen liegen in Polen und in Weißrussland.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen Berufung beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof beantragen. (Foto: dpa)

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