Die Ausstellung "Maskenliebe" in St. Michaelis ist zu Ende. Die Sieger sind gekürt worden. FOTO: PRIVAT

Zwölf Hauptpreis-Gewinner

Karben(pm). Steht die zweite Corona-Welle vor der Tür? Die Karbener sind sich der Verantwortung gegenüber ihren Mitbürgern bewusst und tragen nach wie vor ihren Mund-Nasen-Schutz. Das stellte die Ausstellungswoche #maskenliebe unter Beweis.

Die Eröffnung fand im Garten der St.-Michaelis-Kirche in Klein-Karben statt. Abstandhaltend und mit abwechslungsreichen Masken bekleidet waren zahlreiche der Teilnehmenden des Kreativwettbewerbs der Einladung gefolgt. Martin der Geiger spielte, später erklang ein Bläser-Quartett der Stadtkapelle. Dass es möglich ist, trotz Corona-Maßnahmen schöne Feste zu feiern, hätten Organisatoren wie Gäste verinnerlicht - nicht trotz, sondern wegen der Maske im Gesicht, heißt es in er Pressemitteilung der Stadt.

"Ich kann mich mit der Maske nur bedingt selbst schützen. Ich bin darauf angewiesen, dass auch die anderen eine Maske tragen und dadurch mich schützen", erklärte Pfarrer Werner Giesler seine aktuelle Interpretation der Nächstenliebe. Für die Gäste, die gespannt darauf warteten, zu sehen, wie die Wettbewerbsjury rund um den Pfarrer die Kunstwerke zu einer Ausstellung arrangiert hatte, ist diese "Maskenliebe" eine Selbstverständlichkeit.

Jury hat die Qual der Wahl

Mitinitiator Dominik Rinkart erklärte in seiner kurzen Ansprache, wie viel Kraft die Kreativität entfalten könne: "Wir können den Kopf in den Sand stecken oder uns mit dem Unvermeidbaren kreativ auseinandersetzten", war sein Appell. Das haben die knapp 60 Zuschauer im St.-Michaelis-Freilufttheater ohne Zweifel getan. Herausgekommen sind vielfältige Kunstwerke. Die Jury, bestehend aus Giesler, Rinkart, Bürgermeister Guido Rahn, dem Vorsitzenden der Künstlerinitiative, Rolf Theis, Bloggerin Marsha Kömpel und KSS-Schulsprecherin Lena Wilcke, hatte die Qual der Wahl und lobte zwölf Hauptpreise aus. Aber auch die übrigen Teilnehmenden erhielten würdige Preise, denn über die Ehrung der Kunstschafenden hinaus verfolgt die Stadt das Ziel, mit den Gutscheinen die krisengebeutelten Gastronomen der Stadt zu unterstützen.

Unterm Strich gab es beim "Maskenliebe"-Wettbewerb nur Gewinner. In kurzen Laudationen wurden die zwölf Gewinner der Hauptpreise vorgestellt, ehe die kreativen Köpfe die Ausstellung bewundern konnten. Viele hatten dafür eigene Masken gestaltet. Dank eines Sponsorings von Bodo Macho konnten diese an Schaufensterfiguren gezeigt werden. Von der Kirchen- empore hingen in Bilderrahmen Gedichte herab, Collagen, Fotos und Gemälde zum Thema waren auf Staffeleien ausgestellt, und in einem Kirchenfenster präsentierten Kuscheltiere die für sie gebastelten Masken. Ebenfalls an Schaufensterfiguren zeigte ein Hochzeitspaar vor dem Altar zwei Masken, die für eine Hochzeit gestaltet wurden.

Fünf Tage lang konnte die Ausstellung besichtigt werden. Am Ende blieb das Fazit: Auf die kreativen Karbener ist auch in der Krise Verlass.

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