Zwischen Koran und Köstlichkeiten

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Die Karbener Christdemokraten besuchen in unregelmäßigen Abständen Firmen, Vereine und Institutionen in Karben, um an der Basis zu erfahren, wie und ob man helfen kann. Diesmal besuchten die Kommunalpolitiker den Deutsch-Marokkanischen Kulturverein.

Die Karbener Christdemokraten besuchen in unregelmäßigen Abständen Firmen, Vereine und Institutionen in Karben, um an der Basis zu erfahren, wie und ob man helfen kann. Diesmal besuchten die Kommunalpolitiker den Deutsch-Marokkanischen Kulturverein.

Initiator der Besuchsreihe ist Reinhard Wortmann. Er wollte von den Gastgebern wissen, ob sie sich in Karben gut aufgehoben fühlen, ob der Verein respektiert wird und ob der Respekt auch anderen Religionen entgegengebracht werde. Dieses heikle Thema sei sehr positiv aufgenommen worden.

Vorstandsvorsitzender Saghir erklärte, dass sich der Verein selbst finanziert, völlig ohne staatliche Unterstützung exisiert. "Unsere Begegnungsstätte an der Max-Planck-Straße in Karben ist eine für jedermann offene Stätte", sagte er.

Viele Fragen wurden angesprochen. Margarete Hermanns wollte wissen, ob die strikte Trennung der Geschlechter bei den Gebeten noch immer so weitergelebt wird. "Natürlich, der Koran gibt das so vor", sagte Saghir. Muriel Menzel gelang es, dass sich etliche Mitglieder des Kulturvereins in Französisch in die Diskussionsrunde einbringen konnten, sie übersetzte. Den Gästen der Union fiel auf, dass doch noch einige Personen sich mit der deutschen Sprache schwertun, mit der Übersetzerin hätten sich einige Themen wie Integration und Muttersprache, gut diskutieren lassen.

Bei dem Treffen wurde auch das Thema Integration von Flüchtlingen angesprochen. Dorothee Gold wollte wissen, ob sich der Kulturverein auch einbringt. "Ja, sehr. Ein in Karben lebender Flüchtling ist ständiger Gast bei uns." Der Verein sei offen für alle Nationalitäten. Durch Aktivitäten in Sportvereinen in Karben und Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, will der Kulturverein verstärkt auf sich aufmerksam machen.

Auch die Frauen möchten sich noch mehr in Karben einbringen. Problem sei die Sprachbarriere. Da hatte Christel Wortmann eine Idee: Sie bot an, Gruppenweise eventuell auch über die Flüchtlingshilfe Deutschkurse zu organisieren.

Nach einer sehr aufschlussreichen Diskussion tischte der deutsch-marokkanische Kulturverein den Gästen des CDU-Stadtverbands Köstlichkeiten aus der marokkanischen Küche mit Datteln und Milch sowie verschiedenen Salaten auf.

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