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Idyllisch am Heitzhöfer Bach liegt der Spielplatz Riedmühlstraße im Stadtteil Petterweil.

Investitionen

Zweiter Wasserspielplatz geplant

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
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Die Stadt Karben plant nach dem Wasserspielplatz am Hessenring einen weiteren Leuchtturmspielplatz zum selben Thema. Er soll am Heitzhöfer Bach in Petterweil entstehen. Erste Ideen gibt es schon.

Viele Kinder sind an diesem Tag nicht zu sehen. Dabei ist ideales Spielplatzwetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Als zwei Familien mit ihren kleinen Kindern den Spielplatz verlassen haben, liegt er einsam an der Riedmühlstraße. Idyllisch kann man den großen Platz schon nennen. Zumal hier weitgehend unberührte Natur nicht weit ist. Denn am Ende des U3-Bereichs fließt der Heitzhöfer Bach. Kinder haben drei größere Äste auf die Steine im Bach gelegt. Man kann über die Steine gehen und von der anderen Uferseite auf den Spielplatz schauen.

Wer sich auf dem Gelände genauer umschaut, erkennt: Hier ist einiges renovierungsbedürftig. Das haben auch Stadt und Ortsbeirat bemerkt. Nun soll gehandelt werden. Im vor vielen Jahren beschlossenen Spielplatzkonzept, sind Leuchtturmspielplätze vorgesehen. Das sind größere Plätze für viele Altersgruppen zu einem bestimmten Motto.

Ein Beispiel dafür ist der Wasserspielplatz am Hessenring. »Der Platz wird prima angenommen«, weiß Michael Soborka vom städtischen Bauamt, der mittlerweile als Experte für Spielplätze gilt. Er hat bereits viele Ideen gehabt, die auch umgesetzt worden sind. So etwa der Matschbereich am Hessenring, ebenso die Doppelseilbahn.

Grundstruktur des Platzes bleibt

Beim Treffen mit Erstem Stadtrat Friedrich Schwaab (CDU) und Ortsvorsteher Dennis Vesper (SPD) an der Riedmühlstraße hat Soborka erste Ideen vorgestellt. »Ich denke, wir können hier wieder einen Platz zum Thema Wasser machen«, sagt der Tiefbauingenieur. Es müsse nicht das gesamte Areal umgestaltet werden. »Von seiner Grundstruktur soll er erhalten bleiben. Wir wollen ihn nur aufwerten.« Neben den quasi Sanierungsmaßnahmen wie etwa das Pflastern der Wege oder das Eingrenzen der einzelnen Spielbereiche soll ein Matsch-areal hinzukommen.

Dort, wo das Gelände hinter dem U3-Spielbereich Richtung Bach abfällt, könnte eine Wasserpumpe und ein schräger Ablauf in den Bach hinein entstehen.

»Wir werden auch überlegen, ob wir nicht auch hier eine Seilbahn bauen können«, regt der Fachmann an. Das rund 4000 Quadratmeter große Gelände biete genügend Platz dafür. Ausgetauscht werden sollen die Sitzgelegenheiten, und die Einfassungen der jetzigen Spielbereiche mit Klettergerüst, Schaukeln und dergleichen sollen erneuert werden.

Im Ortsbeirat wird der Plan präsentiert

Die Ideen will Soborka bis Anfang kommenden Jahres in einen Plan fassen, der im Frühjahr öffentlich im Ortsbeirat vorgestellt werden soll. Erster Stadtrat Schwaab sagt, man werde als Stadt nicht alles auf einmal umsetzen können. Der Spielplatz werde »Zug um Zug« erneuert. »Wir beginnen 2022 und renovieren und ergänzen nach und nach.« 2023 soll der Petterweiler Leuchtturmspielplatz in neuem Glanz erstrahlen.

Stadtkämmerer und Bürgermeister Guido Rahn (CDU) wird dafür eine Menge Geld zahlen müssen. Soborka schätzt, dass man in die Petterweiler Spielplätze rund 150 000 Euro stecken muss. »Na ja«, weiß Rahn, »am Ende werden es vielleicht 200 000 Euro.«

Ein Top-Spielplatz für jeden Stadtteil

Die Stadt hat 2013 eine Bestandsanalyse der Spielplatzflächen im Stadtgebiet gemacht. Dabei hat sie für jeden Platz die Entwicklungspotenziale und Perspektiven aufgezeigt.

Somit wurde für jeden Stadtteil ein sogenannter Leuchtturmspielplatz identifiziert, der über Entwicklungspotenzial verfügt. »Mit Fachplanern werden diese Spielanlagen nacheinander überplant und derzeit jährlich ein Platz zu einem Highlight mit Strahlwirkung für den gesamten Stadtteil und darüber hinaus umgestaltet«, heißt es auf der Homepage der Stadt Karben.

Nach und nach wird das Konzept umgesetzt. Den Anfang machte im Jahr 2016 der Spielplatz »Römerlager« in Okarben. Ein Jahr später wurde der Kloppenheimer Spielplatz »Am Hang« umgebaut, der jetzt Spielplatz »Waldgeister« heißt. 2019 ist der Platz an der Nidda in Groß-Karben im Kontext der Niddarenaturierung neu gebaut worden. Der Bezug zum Fluss und zu Wasser wird hier hervorgehoben. Ab 2022 geht es nun in Petterweil an der Riedmühlstraße weiter. Trotzdem werden laut Erstem Stadtrat auch die anderen Petterweiler Plätze nicht vergessen. Der Platz an der Ysenburger Straße erhalte zwei neue Spielgeräte, auf Anregung von Kindern. Ein Spielhäuschen und ein Trampolin sollen dort aufgebaut werden. Der Spielplatz an der Holtzmannstraße werde zu einem U3-Platz umgestaltet und mit zusätzlichen Sitzgruppen versehen. Schwaab dazu: »Um die Ecke hat die Spielgruppe ihr Domizil.« pe

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