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Das ist der neue Ortsbeirat von Klein-Karben (v. l.) Ortsvorsteher Christian Neuwirth, Michaela Jörg, Anja Singer, Claudia Beck und Jürgen Schwellnus.

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Zwei Neue im Ortsbeirat Klein-Karben

  • VonChristine Fauerbach
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Auf der Tagesordnung der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates Klein-Karben im Karbener Bürgerzentrum standen zunächst die Neuwahlen für das Gremium im Mittelpunkt. Überraschungen gab es dabei keine.

J eweils einstimmig per Handzeichen gewählt wurden zum Ortsvorsteher Christian Neuwirth (CDU), zur stellvertretenden Ortsvorsteherin Claudia Beck (CDU), zum Schriftführer Jürgen Schwellnus (FW) und zur stellvertretenden Schriftführerin Anja Singer (SPD). Neu in dem Gremium sind Singer und Schwellnus. Den Magistrat vertrat bei der ersten Zusammenkunft des am 14. März neu gewählten Gremiums Stadträtin Sabine Helwig von CDU.

Neuwirth wünscht sich, wie er sagte, von den Ortsbeiratsmitgliedern auch in der bis zum 31. März 2026 gehenden Wahlperiode eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Bürger, unabhängig von der Parteizugehörigkeit.

Treffpunkte für Jugendliche

Da in Online-Sitzungen keine Beschlüsse gefasst werden dürfen, fand die letzte Ortsbeiratssitzung im Juni 2020 statt. Sollten auch künftig keine Präsenzsitzungen möglich sein, dann will der Ortsvorsteher die Mitglieder zu Online-Informationssitzungen einladen. In diesen könnten dann Experten das Gremium beispielsweise über den Sachstand bei der Sanierung des Nidda-Altarms informieren.

Auf der sieben Punkte umfassenden Tagesordnung standen mehrere Anfragen an den Magistrat und Anträge der CDU-Fraktion.

So wünscht sich der Ortsbeirat vom Magistrat das Aufstellen von größeren Mülleimern und Anbringen eines Laubgitters am Wasserablauf des Brunnens vor der katholischen Kirche. Mit größeren Mülleimern soll das Herumliegen von Verpackungen auf dem Platz vermieden werden, durch das Laubgitter Überschwemmungen des Platzes und anliegender Straßen. Stadträtin Helwig informierte, dass ein größerer Mülleimer auf dem Platz installiert werden soll. Da es kein standardisiertes Laubgitter für den Brunnen gibt, soll der Ablauf am Brunnen künftig regelmäßig von Laub und Unrat befreit werden.

Einstimmig angenommen wurde der Antrag, mehrere Treffpunkte für Jugendliche mit Wetterschutz in Form von Unterständen oder Hütten an und gegenüber der Skateanlage und im Hissigwald einzurichten. Dann müssten sich diese nicht mehr auf Spielplätzen treffen. Singer regte an, online und mit Hilfe von Stadtkarten auf Pinnwänden bei Jugendlichen Wunschstandorte für Treffpunkte zu erfragen. »Es müssen mehrere Treffpunkte sein, da es verschiedene Gruppen gibt«, betonte die Sozialdemokratin.

Zu den Dauerbrennern und Ärgernissen im Stadtteil gehört der Verkehr rund um die Kurt-Schumacher-Schule (KSS). Der Ortsbeirat stellte hierzu bereits im Juni 2018 einen Anfrage an den Magistrat.

Ortstermin mit der Stadtpolizei

Die Mitglieder wollen sich, sobald der Schulbetrieb wieder normal verläuft, hierzu mit der Stadtpolizei zu einem Ortstermin treffen, um Maßnahmen wie Verkehrszählungen und das Einrichten von zeitlich begrenzten Einbahnregelungen und Durchfahrtsverbote im Wohngebiet zu besprechen. Keine zusätzlichen Poller sind seitens der Stadtverwaltung vor Ausfahrten in der Rendeler Straße vorgesehen. Dagegen liegen Planungen vor, Anwohnern in der »kleinen Rendeler Straße« gegenüber dem Rewe-Markt durch Wegnahme von zwei Parkplätzen an der Ausfahrt Richtung Rendel das Ausfahren Richtung Klein-Karben zu erleichtern. Die dem Lebensmittelparkplatz gegenüberliegende Ausfahrt sei zu spitz und unübersichtlich. Helwig informierte, dass der Verwaltung die Pläne zur Umgestaltung des alten Marktplatzes am »Hissigwald« vorliegen und dem Ortsbeirat und dem Organisationsteam des Klein-Kärber Marktes vorgestellt werden sollen.

Resultate zur Beprobung des Schlamms im Nidda-Altarm lägen noch nicht vor, sagte Helwig. Der Bauhof empfiehlt Bürgern, auf dem Urnenfriedhof vor dem ersten Mähen alle Gegenstände abzuräumen. Keine regelmäßigen Messungen wird es im Wiesenrain geben. Bei allen bisherigen Messungen konnten keine Rutschungen festgestellt werden.

Auf Wiedervorlage legten die Ortsbeiratsmitglieder den Antrag zur Asphaltierung des Feldweges hinter dem OGV-Vereinshaus. Der Magistrat befürchtet durch eine Asphaltierung mehr widerrechtliche Befahrung durch Autos. Er will den Feldweg schottern und die Parzelle zurücklegen, damit die ursprüngliche Wegbreite wieder hergestellt wird und der Bauer und seine Pächter ihren Acker wieder vollständig nutzen können. Der Magistrat werde Gespräche mit dem BUND bezüglich der Aufstellung von Bänken an der Aussichtsplattform am Hundeplatz und im Bereich der Storchennester sowie der Platzgestaltung führen, sagte Helwig.

Claudia Beck will der Müllentsorgung vor Anwesen ein Ende setzen. Immer mehr Eigentümer stellten, was sie nicht mehr brauchen, versehen mit einem Schild: »zu verschenken« vor ihre Anwesen. Die blieben dann dort solange stehen, bis sie städtische Mitarbeiter entfernten. Die Christdemokratin regt eine zeitliche Limitierung an.

Bei der Kommunalwahl am 14. März nutzen von den insgesamt 4223 Wahlberechtigten Klein-Karbenern 2470 Bürger ihr Wahlrecht. Damit lag die Wahlbeteiligung in Karbens einwohnerstärkstem Stadtteil bei 58,49 Prozent. Der neue Ortsbeirat hat für dieses Jahr folgende Sitzungstermine, jeweils donnerstags von 19.30 Uhr an, vereinbart: 15. Juli; 7. Oktober und 2. Dezember 2021. Der Ort der Zusammenkunft wird vorher bekannt gegeben. cf

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