Anwohnerin Anke Toemmler beobachtet die Situation in der Rendeler Straße sehr genau. Oft ist dort auf dem Bürgersteig kein Platz mehr beispielsweise  für einen Kinderwagen.
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Anwohnerin Anke Toemmler beobachtet die Situation in der Rendeler Straße sehr genau. Oft ist dort auf dem Bürgersteig kein Platz mehr beispielsweise für einen Kinderwagen.

Rendeler Straße in Karben

Wild-Parker bereiten in Klein-Karben Probleme

  • vonJürgen Schenk
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Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Klein-Karben hat der Rendeler Straße eine Frischzellenkur verpasst. Doch den Anwohnern geht es nicht allein ums Aussehen. Noch immer gibt es vor Ort Probleme und Sicherheitsbedenken

Karben (jsl). Kürzlich wurden die entsprechenden Punkte zur Ortsdurchfahrt in einer Sitzung des Klein-Karbener Ortsbeirates offen dargelegt. Hauptsächlich betreffen diese Ressentiments die Parkplatzsituation und zu hohe Durchfahrtsgeschwindigkeiten innerhalb der 30er-Zone.

Seit etwa zwei Monaten herrscht auch in der Rendeler Straße 28 immer wieder dicke Luft. Vor dem Haus der Familie Toemmler gehört Wildparkerei mittlerweile zum alltäglichen Bild. Obwohl Parkplätze im Bereich des Bürgersteigs eingezeichnet sind, stört sich kaum jemand daran. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich bei den Protagonisten meistens um Anwohner - also Nachbarn - handelt.

»Ich bin eigentlich eine Person, die gerne das klare Wort sucht«, sagt Anke Toemmler über sich selbst. »Ich mag es nicht, Zettel an andere Windschutzscheiben zu kleben oder fremde Autos zu fotografieren.« Allein die gegenwärtigen Verhältnisse scheinen ihr oft keine andere Wahl zu lassen. Sogar das nächtliche Herausklingeln von Nachbarn sei manchmal notwendig. »Wenn man selbst noch spät unterwegs ist und dann nur unter Stress in die eigene Einfahrt hineinkommt, ist das natürlich besonders ärgerlich«, konkretisiert Toemmler die Misere. In der Regel seien es immer die gleichen Fahrzeuge.

Ihre »Beweisfotos« verdeutlichen die Problematik: Autos sind darauf zu sehen, die fast zur Hälfte vor der Ein- und Ausfahrt des Hauses stehen, die Sicht auf den fließenden Verkehr in der Rendeler Straße ist verdeckt. Falschparker außerhalb der gelben Parkplatzmarkierungen scheinen da noch das geringste Übel zu sein.

»Weil sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an Tempo 30 halten, und wegen der Unübersichtlichkeit, kommt es oft zu gefährlichen Situationen«, schlägt Anke Toemmler Alarm.

Ortsbegehung noch im Juli

Zwischen abends 19 Uhr und morgens halb acht sind die freien Parkmöglichkeiten in der Rendeler Straße rar gesät. An den Wochenenden ändert sich daran kaum etwas. Die Toemmlers müssen nicht selten in der Rathausstraße oder in anderen umliegenden Straßen parken. Vielen Anwohnern dürfte es ebenso gehen.

Diese unbefriedigende Situation soll noch im Juli zum Anlass für eine Ortsbegehung genommen werden. Ortsbeirat und Magistrat wollen nach einer Lösung suchen. Im Oktober soll das Ergebnis dann im Rahmen der nächsten Ortsbeiratssitzung präsentiert werden. Allerdings steht das Problem bei beiden Gremien schon länger im Raum. Anke Toemmler weist darauf hin, »dass die Sachlage seit 2018 geprüft und ein Parkplatzkonzept erarbeitet wird«. Im Moment bleiben nur Aktionen, die möglicherweise das Fass irgendwann zum Überlaufen bringen könnten. Fahrzeuge abschleppen lassen möchten die Hausbesitzer eigentlich nicht, auch wenn sie damit wohl ein klares Signal setzen würden. Sie wissen aber auch: Man muss in Vorkasse treten und bekommt die Kosten möglicherweise nicht erstattet. Die Toemmlers hoffen eher auf gegenseitige Rücksichtnahme. Wahrscheinlicher sind aber Poller, die das Herausfahren und Rangieren erleichtern - oder vielleicht auch Blumenkübel. Nur müssen solche Bepflanzungen regelmäßig gepflegt werden.

Stadträtin Heike Liebel (CDU) hat in der vergangenen Ortsbeiratssitzung ein Entgegenkommen des Magistrats grundsätzlich in Aussicht gestellt.

Wären Poller die Lösung?

Toemmler sagt, in Groß-Karben habe man die Ortsdurchfahrt ebenfalls neu gemacht und bald gemerkt, dass man ohne Poller nicht auskomme. »Dann muss das in Klein-Karben doch auch möglich sein«, findet sie. »Und hoffentlich nicht erst im Herbst oder Winter.«

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