Warten auf Wiedereröffnung

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Karben(pm). Seit November 2005 führt das Berufsbildungswerk Südhessen (Bbw) gemeinsam mit seinen Auszubildenden der Hauswirtschaft das "Café an der Nidda" im ASB Seniorenheim "Wohnen und Pflege" in Karben. "Aktuell ist das beliebte Café wegen Corona zwar leider geschlossen, aber das soll sich ändern, sobald die Pandemie eine sichere Öffnung zulässt", heißt es in einer Mitteilung des Bbw. Nicht nur für die Bewohner der Altenpflegeeinrichtung, sondern auch für die Gäste aus Karben und Umgebung werde es dann wieder hausgemachte Kuchen, Kaffee- und Teespezialitäten geben. Für die bbw-Auszubildenden biete das Café ideale Bedingungen, sich praxisnah auf den Einstieg in das Berufsleben vorzubereiten und fit für den Arbeitsmarkt zu werden.

Denn Hauswirtschafterinnen seien häufig in Dienstleistungsunternehmen, Krankenhäusern oder Senioreneinrichtungen tätig. Die Arbeit im Ausbildungsbetrieb "Café an der Nidda" fördere genau die Kenntnisse, die auch dort benötigt werden. Die Tätigkeiten seien vielfältig sie reichen vom Bewirten bis zur Raumpflege vom Einhalten der Hygiene-Regeln bis hin zum Dekorieren.

Wichtig sei in der Ausbildung vor allem eine ausgeprägte Dienstleistungsmentalität. "Der direkte Kontakt zu den Gästen ist für die Auszubildenden eine zentrale Erfahrung. Durch den Umgang mit ihnen erleben sie die Anforderungen an eine Servicekraft, lernen was Kundenzufriedenheit bedeutet und müssen auch mit Kritik oder Reklamationen umgehen", erklärt der zuständige bbw-Bereichsleiter Antonio Sportiello.

Das "Café an der Nidda" biete neben Käsesahne- oder Schwarzwälder Kirschtorte auch die beliebten Hefekuchen-Varianten oder Klassiker wie Marmorkuchen - und natürlich gebe es auch laktosefreie Angebote.

Die Auszubildenden würden vom Umgang mit den Menschen einer anderen Generation, die in der ASB-Pflegeeinrichtung leben, profitieren.

Die Chance nach der Ausbildung in einem Seniorenwohnheim einen Arbeitsplatz zu finden, seien gut, vor allem, wenn sie den Ausbildungsberuf "Fachpraktikerin Hauswirtschaft mit Zusatzqualifikation Altenpflegehelfein" erwerben. "Hier lernen die angehenden Azubis, was es zu beachten gilt an der Schnittstelle zwischen Hauswirtschaft und Pflege", informiert das Bbw.

Das "Café an der Nidda" sei inzwischen nun schon seit 15 Jahren eine Win-win-Situation für ASB und Bbw. "Uns als bbw war es sehr wichtig, mittendrin in Karben zu sein und ein wirklich realistisches Umfeld für unsere Ausbildung zu erhalten", erklärt Bbw-Ausbildungsleiter Ralf Heiß. "Wir freuen uns sehr, dass das Café so gut angenommen wird."

Wann das "Café an der Nidda" wieder öffnet, sei unklar. Fest steht, dass die ASB-Bewohner, die Bbw-Auszubildenden und alle Kuchenfans diesen Tag sehnlichst erwarten.

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