Unübersichtlich: Die Kreuzung Peter-Geibel-Straße/Homburger Straße/Schulstraße wird vom Klein-Karbener Ortsbeirat als Gefahrenpunkt ausgemacht. 	FOTOS: JÜRGEN SCHENK
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Unübersichtlich: Die Kreuzung Peter-Geibel-Straße/Homburger Straße/Schulstraße wird vom Klein-Karbener Ortsbeirat als Gefahrenpunkt ausgemacht. FOTOS: JÜRGEN SCHENK

Verkehr bleibt Hauptthema

  • vonJürgen Schenk
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Die jüngste Sitzung des Klein-Karbener Ortsbeirates war eine Sitzung unter Pandemie-Bedingungen. Abstand halten lautete die Prämisse in den Räumlichkeiten der Gaststätte »Zur Ludwigshöhe«. Die Garderobe neben dem großen Saal wurde zum Sitzungsraum umfunktioniert.

N eben dem Ortsbeirat unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Christian Neuwirth (CDU) war für den Magistrat Stadträtin Heike Liebel (CDU) erschienen. Nachdem der Vorgängertermin ausfallen musste, kamen jetzt einige alte und neue Themen auf den Tisch. Lebhaft diskutiert wurde einmal mehr die Verkehrs- und Parkplatzsituation im Ort. Wie ein rotes Band scheint sich diese Problematik durch alle Sitzungen zu ziehen.

Nach Ostern sei das Bauprojekt Ortsdurchfahrt »ganz nebenbei« fertig geworden, vermeldete Liebel. So richtig habe das in den Corona-Wirren aber kaum jemand mitgekriegt.

Ortsvorsteher: Mehr Einsicht zeigen

Bei der Besprechung der sogenannten To-do-Liste ging es dann gleich mit dem Verkehr weiter: Hauptpunkt war die leidige Verkehrssituation im Karbener Weg, präziser das hohe Fahrzeugaufkommen im Bereich der Kurt-Schumacher-Schule. Auch dieses Ärgernis ist zu einem Dauerbrenner geworden. Elterntaxis, Falschparker und drei Buslinien, die den Karbener Weg zurzeit durchfahren, stehen konträr zum Wunsch nach einem sicheren Schulweg. Die reduzierte Schülerzahl durch Corona scheint das Problem nicht verbessert zu haben.

Ortsvorsteher Neuwirth findet die Verhältnisse »momentan sehr spannend«. Er stellte fest: »Am schönsten wäre es, wenn alle mehr Einsicht zeigen würden. Eltern können ihre Kinder durchaus mehrere Hundert Meter zur Schule laufen lassen.« Ein Termin mit der Stadtpolizei wurde ins Auge gefasst, bei dem unter anderem eine zeitliche Sperrung geprüft werden soll. Liebel empfahl ergänzend dazu, dass bei diesem schwierigen Thema immer die Interessen von Eltern, Anwohnern und Busverkehr gemeinsam betrachtet werden müssten. Ferner wurde das Schließen von Schranken und Toren auf den Klein-Karbener Spielplätzen angemahnt. Eine zunehmende Zweckentfremdung der allgemeinen Flächen sei festzustellen, erklärte Neuwirth.

Spielplätze seien keine Treffpunkte für die Älteren zum Alkoholkonsum und Rauchen. Bei offenen Schranken und Toren würde das Gelände als Durchfahrt für Mopeds genutzt. »Eigentlich sind alle Beteiligten zum Schließen angehalten«, entgegnete Liebel. »Außerdem sind Abenddienstkontrollen eingerichtet, die für Ordnung sorgen sollen. Wenn das eskaliert, müssen wir uns an die Polizei in Bad Vilbel wenden.«

Ein weiteres verkehrstechnisches Problem stellt die Kreuzung Peter-Geibel-Straße/Homburger Straße/Schulstraße dar. »Wegen falsch abgestellter Fahrzeuge ist beim Herausfahren aus der Peter-Geibel-Straße in die Homburger Straße der Verkehr nicht einzusehen«, heißt es in einem CDU-Antrag. Ein Anwohner meinte, wegen der vielen parkenden Autos sei diese Stelle ein potenzielles Unfallrisiko. Zum Teil würden die Autos einfach über den Bürgersteig fahren.

Forderung nach Pollern

»Da müssen Poller hin, wie auf der anderen Straßenseite«, forderte er. Obwohl die Straßenverkehrsbehörde keine Notwendigkeit zum Handeln sieht, planen Magistrat und Ortsbeirat auch dort eine Ortsbegehung. Ein Termin soll nach den Sommerferien sein.

In der Rendeler Straße ist die Parkplatzsituation ebenfalls nicht befriedigend. Für den Magistrat gilt die Angelegenheit nach dem Straßenbau als erledigt, die Anwohner prangern jedoch Missstände an. Anke Toemmler berichtete von haarsträubenden Situationen durch falsch parkende Autos. Zum Teil seien das immer dieselben Autos, sogar Anwohner. »Es gibt definitiv Verbesserungsbedarf beim Parken«, resümierte Neuwirth und versprach, das bei der Ortsbegehung mit aufzunehmen. Thomas Görlich (SPD) könnte sich vorstellen, im Bereich Rendeler Straße Poller aufzustellen.

Gute Nachrichten gibt es für alle Bücherfreunde in Klein-Karben: Wegen der großen Nachfrage wird der Bücherschrank am Alten Rathaus um den ehemaligen Secuz-Schaukasten erweitert.

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