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Gemeinsam haben sie sich für das Projekt der Fünftklässler starkgemacht (v. l.): Simon Claus, Eckhard Kaufmann, Dr. Jörg Astheimer und Bettina Kreutz.

Umgang mit sozialen Medien üben

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Karben (pm). WhatsApp, TikTok, Instagram und Co. gehören für Jugendliche zum Alltag. Der Umgang mit solchen Diensten ist Inhalt eines Projekts zur Medienkompetenz, das seit einem Jahr an der Kurt-Schumacher-Schule läuft. Es richtet sich an alle Schüler der 5. Klassen. Unterstützt wird es von der AOK Hessen und dem Wetteraukreis, heißt es in einer Pressemitteilung.

An der Schule setzen es Lehrer Eckhard Kaufmann und Medienwissenschaftler Dr. Jörg Astheimer um. Mit im Boot sind die Schulsozialarbeiterinnen Bettina Kreutz und Tatjana Schnitzer-Wagner.

»Wir haben versucht, aus der Notsituation des Hybridunterrichts eine Chance entstehen zu lassen, um die Inhalte der digitalen Medienerziehung direkt in der Praxis durch die Gestaltung von Workshops erfahrbar zu machen«, sagt Kaufmann. Dafür arbeitete die Schule mit dem IT-Fachmann Hanno Schäfer zusammen.

Bei dem Projket ging es für die Schüler darum, die Kommunikation mit Chats und Messenger zu lernen. »Die meisten mögen dabei vor allem an WhatsApp denken«, sagt Astheimer. Doch Apps wie TikTok, Instagram und Snapchat seien genauso ein Thema.

Durch die Zeit im Homeschooling seien für die Kinder Lernmedien auch gleichzeitig Medien zur Kommunikation geworden. Oft sei das gut verlaufen. Laut Astheimer gebe es aber auch Situationen, die einem nahegehen. »Persönliches wird von Dritten geteilt. Scherze im virtuellen Raum, sogenannte Pranks, irritieren einen. Und die eine oder der andere bekommt Nachrichten oder Anrufe von ›Unbekannt‹ und braucht dringend Unterstützung der Eltern.«

Die Teilnehmer hätten vor allem die Kontaktaufnahme durch Fremde immer wieder als Problem genannt. »Die Sorge davor, von fremden Erwachsenen oder Jugendlichen sexuell belästigt zu werden, ist berechtigt. Hier sollten Eltern den Kindern unbedingt immer unterstützend zur Seite stehen«, rät Astheimer.

Während des Projekts seien die Kinder selbst im Chat aktiv gewesen. Dabei hätten sie erlebt, wie Probleme reguliert werden können, etwa wenn es zu Beleidigungen oder Sticheleien kommt oder jemand den Chat mit Buchstaben, Emojis oder Fotos »vollmüllt«.

Raus aus dem Chat

Eingeübt worden sei u. a. auch die Situation, dass sich jemand als »Hacker« eingeloggt habe. Flugs sei dieser aus dem Chat entfernt worden. Außerdem hätten die Fünftklässler gelernt, wie sich technische Fragen rund um Chat und Massenger lösen lassen.

Ein Vorteil sei, dass die Schulsozialarbeiter involviert gewesen seien: So könnten sie durch das Wissen bei auftretenden Problemen im Alltag gleich reagieren.

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