Über zwei außergewöhnliche Wortkünstler

  • schließen

Der Literaturtreff hatte seinen Literaturabend kürzlich im gut besuchten "Kuhtelier" den beiden außergewöhlichen Autoren Hermann Burger und Elfriede Jelinek gewidmet. Nach der Begrüßung der Besucher durch den Vorsitzenden Hans-Martin Thomas übernahmen die Organisatoren des Abends, Almut Rose und Hans Kärcher, die Einführung in die Thematik und Moderation des Programms. Das Programm begann mit einer Musikeinlage, Narcissus, gespielt von dem virtuosen Akkordeonspieler Andriy Lisovskyy, der auch die weitere musikalische Begleitung des Abends übernahm und mit wunderbar einfühlsamen Klängen erfreute.

Der Literaturtreff hatte seinen Literaturabend kürzlich im gut besuchten "Kuhtelier" den beiden außergewöhlichen Autoren Hermann Burger und Elfriede Jelinek gewidmet. Nach der Begrüßung der Besucher durch den Vorsitzenden Hans-Martin Thomas übernahmen die Organisatoren des Abends, Almut Rose und Hans Kärcher, die Einführung in die Thematik und Moderation des Programms. Das Programm begann mit einer Musikeinlage, Narcissus, gespielt von dem virtuosen Akkordeonspieler Andriy Lisovskyy, der auch die weitere musikalische Begleitung des Abends übernahm und mit wunderbar einfühlsamen Klängen erfreute.

Hohe Ansprüche an Mitwirkende

Die Moderatoren stellten wechselseitig die beiden Literaten vor. Almut Rose stellte die österreichische Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek vor und Hans Kärcher den Schweizer Poeten, Hermann Burger. Die 72-jährige Jelinek lebt heute in Wien. Sie erhielt 2004 den Nobelpreis für Literatur für ihren Roman "Die Kinder der Toten". Jelineks Themen, die ihre gesamten Werke durchziehen, sind Kritik an den Arbeits- und Geschlechterverhältnissen, an Rassismus und Antisemitismus und scharfe Kritik an rechtspolitischen Tendenzen. Sie mischt sich immer wieder in die aktuelle Tagespolitik ein, derzeit mit einer dramatisierten Persiflage auf Donald Trump "Am Königsweg". Almut Rose berichtete von einer Aufführung im Schauspiel Frankfurt.

Der 1942 in einem Schweizer Dorf geborenen Hermann Burger, der von schweren Depressionen geplagt 1989 seinem Leben ein Ende setzte, wurde von Hans Kärcher eingebracht. Er mag in eine latente Vergessenheit geraten sein, dennoch gehören einige seiner Erzählungen und seine Romane "Schilten" und "Die künstliche Mutter" zu Perlen der Weltliteratur.

Dieter Körber, der Hermann Burger persönlich kannte, las eindringlich die kurze Erzählung "Zu Besuch bei Thomas Bernhard".

Hans Kärcher las Burgers, von skurrilem Humor getragene, Erzählung "Die Wasserfallfinsternis von Badgastein" vor. Fritz Böhner erzählte den Inhalt und las engagiert aus dem Jelinek-Roman "Die Klavierspielerin". Rosi Kärcher präsentierte die Kurzgeschichte "Das Mittagessen" von Hermann Burger. Manfred Mattner erläuterte den Inhalt von Jelineks sogenanntem Drehbuch "Eine Partie Dame". Mit einer szenischen Lesung wurden Ausschnitte gezeigt. Die Texte der beiden Literaten stellten hohe Ansprüche an die Mitwirkenden und an die Besucher. Die beeindruckenden Beiträge wurden mit reichlich Applaus bedacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare