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Mit Jacke und Schirm: Der Regen macht den Boule-Spielern nichts aus.

3 FRAGEN AN PRESSEWART ALFRED HIEPEL

Turnier mündet in Wasserschlacht

  • VonChristine Fauerbach
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Karben (cf). Auf »Turniermodus« umgeschaltet hatten am Sonntag die Mitglieder des 1. Pétanque Club Petterweil (1. PCP). Auf dem Vereinsgelände in Okarben begrüßte Vorsitzender Carmelo Bonanno gemeinsam mit den Karbener Boulespielern Teilnehmer aus ganz Hessen.

Die weiteste Anreise zum 19. MINImax-Turnier im Rahmen der Generationen-Turnierserie PETITgrandPRIX de Hessen des Hessischen Pétanque Verbandes hatte eine Mannschaft aus Viernheim. Eine weitere kam aus Idstein in die Wetterau gefahren wie Pressewart Alfred Hiepel mitteilte.

Jüngster Teilnehmer ist acht Jahre alt

Um den großen Wanderpokal des Hessischen Pétanque Verbandes, weitere Pokale und Urkunden spielten an diesem verregneten Sonntag 24 Teams als Doublette formée (Zweierteams). »MINImax bedeutet, dass ein Jugendlicher unter 18 Jahren mit einem Erwachsenen zusammenspielt. Der Altersunterschied zwischen den Spielern muss mindestens drei Jahre betragen«, sagte der Pressewart. Bereits beim Eintreffen der Spieler auf der Karbener Boule-Arena öffnete der Himmel seine Schleusen und es bildeten sich die ersten Pfützen auf den Bahnen.

Die Spieler zwischen zehn und 70 Jahren plus alten Boulespieler ließen sich vom Regen nicht ihren Turnierspaß vermiesen. Mit Regenjacken und Regenschirmen sowie zu Unterständen umfunktionierte Sonnenschirme trotzten sie dem himmlischen Nass. Zu den Jüngsten auf dem Spielfeld gehörten die zehnjährige Lilya Bouillaut aus Rendel und achtjährige Leonard Reiter aus Okarben. Er wird erst seit vier Wochen von Jugendwart Raffael Caracciolo betreut.

Starkregen sorgt für Turnier-Abbruch

Die zehn Boulebahnen auf dem Platz waren um zwei weitere vor dem Spielfeld vergrößert worden. Die 24 Teams entschieden jeweils per Münzwurf, welche der zwei gegeneinander spielenden Mannschaften beginnt und legten die Kreise aus. Ein Spieler stellte sich in den Kreis, warf das Cochonnet (Zielkugel) zwischen sechs und zehn Meter weit in die Bahn. Der zweite Spieler dieser Mannschaft versuchte dann eine Kugel so nah wie möglich an das Cochonnet zu platzieren. Danach wechselte das Wurfrecht an die zweite Mannschaft, die so lange ihre Kugeln spielte bis eine ihrer Kugeln näher an der Zielkugel lag als diejenige der gegnerischen Mannschaft. Immer wieder probierten die Spieler eine gut gelegte Kugel des Gegners wegzuschießen, um dann eine eigene besser zu platzieren. Nachdem alle Kugeln gespielt waren, wurden die Punkte gezählt. In der Mittagspause packten die Turnierteilnehmer ihre Brote aus, da die Gastgeber in Pandemiezeiten nur Getränke anbieten durften.

Erneut einsetzender Starkregen nach der zweiten Runde führte gegen 14 Uhr zum Abbruch des Jugendturniers. »Die Bahnen waren überflutet, der Platz war nicht mehr zu bespielen. Die Kugeln waren im Wasser teilweise nicht mehr zu sehen. Mit einer Boulehalle wäre das nicht passiert«, ärgerte sich Pressewart Hiepel.

Nur zwei Runden wurden gewertet. Über den ersten Platz freuten sich Tyson und Alfonso Aigner aus Dieburg. Den zweiten Platz erspielten sich Isabelle und Carmelo Bonanno vom 1. PCP. Über jeweils einen dritten Platz freuten sich Aron Flechsig und Michael Wech (Dieburg/Petterweil) und Sina und Mike Rödler aus Dieburg. Zum Trost gab es gute Gewinnchancen für einen der Tombolapreise.

Fünf zwischen acht und 15 Jahre junge Nachwuchsspieler des 1. PCP nehmen in zwei Wochen an den Karbener Ferienspielen teil. »Zwei Termine finden hier auf unserem Gelände des 1. PCP in der Großgasse 18 in Okarben statt«, kündigt Jugendwart Raffael Caracciolo an. Am Freitag, 23. Juli spielen Sechs- bis Zwölfjährige Boule von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Am Samstag, 24. Juli, von 15 bis 18 Uhr Jugendliche ab zwölf Jahre und am Freitag, 30. Juli, beide Gruppen zusammen von 15 bis 18 Uhr.

Der 1. PC-Petterweil von 1986 ist einer der ältesten und traditionsreichsten Boulevereine in Deutschland. Pressewart Alfried Hiepel erklärt, warum eine Boule-Halle für den Verein so wichtig ist.

Wie sieht die Zukunft auf der Karbener Boule-Arena aus?

Wir haben von der Stadt Karben einen Mietvertrag über 26 Jahre bekommen. Das ist eine Voraussetzung um Fördergelder für den Bau einer 30 Meter langen Boule-Halle mit zehn Bahnen zu bekommen.

Warum ist die Boule-Halle so wichtig für den 1. PCP?

Wir spielen in der ersten Hessenliga. Da ist wetterunabhängiges Training, vor allem auch im Winter und bei Wetterkapriolen wichtig.

Wie weit ist das Projekt Boule-Halle fortgeschritten?

Das Stellen des Bauantrages befindet sich in der Endphase. Es ist sehr aufwendig, viele Detailfragen müssen geklärt werden. cf

Alfred Hiepel Pressewart

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