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Gerhard Lotz

Trauer um Pfarrer i. R. Gerhard Lotz

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Karben (pm). Am 30. März verstarb Pfarrer i. R. Gerhard Lotz nach einem Unfall und kurzer schwerer Krankheit im Alter von 89 Jahren. Pfarrer Lotz war 29 Jahre - von 1967 bis 1996 - Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Groß-Karben.

Gerhard Lotz wurde in Frankfurt geboren und fing nach dem Abitur bei der Frankfurter Metallgesellschaft eine kaufmännische Lehre an. Ab 1954 studierte er Theologie in Marburg, Göttingen, Mainz und Heidelberg. Die Ordination fand 1964 in Weilburg statt. Nach dem Vikariat in Pfungstadt kam Pfarrer Lotz im Mai 1967 nach Groß-Karben. In seiner Zeit wurden viele Projekte umgesetzt. Die Kirche wurde innen und außen renoviert, der Kirchgarten neu angelegt, ein Kirchenchor gegründet. Der heutige Kindergarten an der Pestalozzistraße wurde gebaut sowie das Gemeindehaus in der Westlichen Ringstraße. Pfarrer Lotz gründete und förderte Gruppen und Kreise in der Gemeinde und organisierte Ausflüge und Freizeiten. Er betonte stets, dass sein Pfarrerverständnis sich auf das Hirtenbild gründe, indem er vornehmlich das Wort Gottes in Predigt und Unterricht verkünde und damit Gemeinde aufbaue. Deshalb hatte für ihn auch der Unterricht in der Grundschule Kloppenheim und in der der Kurt-Schumacher-Schule große Bedeutung. Wichtig war es für ihn auch, dass es 1991 gelang, den Diakonieverein für Haus- und Altenpflege zu gründen. Nach seiner Pensionierung zog Pfarrer Lotz nach Ilbenstadt. Auch dann hielt er weiterhin Kontakt zu Gemeindegliedern, hielt vertretungsweise Gottesdienst oder übernahm Geburtstagsbesuche.

Sein Hobby war die Frankfurter Straßenbahn. Seit der Kindheit faszinierten ihn Straßenbahnwaggons und -linien. Gerne lud er Gemeindeglieder zu Sonderfahrten nach Frankfurt ein.

Viele Gemeindeglieder waren bestürzt, als sie vom Unfall von Pfarrer Lotz erfuhren und sehr bemüht, Kontakt zu halten und ihm bis zuletzt zu helfen. ARCHIVFOTO

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