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In Bad Vilbel stehen die E-Tonnen bereits. ARCHIVFOTO

Toaster in die E-Tonne?

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Karben (pe). Wer seinen alten Toaster und ein Kofferradio entsorgen will, muss diese Geräte in Karben zum Recyclinghof fahren. Im benachbarten Bad Vilbel kann man sie in eine der E-Tonnen werfen. Keine schlechte Idee, wie das Karbener Parlament findet.

15 solcher Tonnen für Elektrokleinstgeräte stehen über das Stadtgebiet verteilt: Je vier sind es in der Kernstadt und in Dortelweil, je zwei in Massenheim und Gronau und drei auf dem Heilsberg. Die Geräte sind an gut frequentierten, relativ zentralen Standorten platziert, wie vor dem Rathaus in Dortelweil oder dem Rewe-Markt auf dem Heilsberg.

Die Karbener Stadtverordnetenversammlung hat jetzt den Magistrat beauftragt, zu prüfen, ob solche Tonnen für Elektrokleinstgeräte nicht auch im Karbener Stadtgebiet aufgebaut werden können. Sie verfügen über einen rund 20 Zentimeter großen Einwurfschlitz, sodass dort nur kleine Geräte wie eben Toaster oder ausgediente Rasierapparate hineingeworfen werden können.

Vorteil einer solchen zugänglichen Entsorgung wäre, dass die E-Kleinstgeräte zu erweiterten »Öffnungszeiten« und an mehreren Standorten in der Stadt Karben mit geringem Aufwand und bequem entsorgt werden könnten, meint die CDU, die den Prüfantrag eingebracht hatte. Solche E-Tonnen würden auch der »nicht fachgerechten Entsorgung, insbesondere in der Natur, entgegenwirken«.

Bei der Stadt Bad Vilbel soll der Karbener Magistrat laut Stadtverordnetenauftrag folgendes in Erfahrung bringen: Wie stark wird diese zusätzliche Entsorgungsmöglichkeit genutzt? Wie hoch ist der Mehraufwand für den »Betrieb« der zusätzlichen Entsorgungsmöglichkeiten? Und ist erkennbar, dass weniger Elektroschrott in der Natur entsorgt wird?

Der Antrag wurde bei zwei Enthaltungen von allen Stadtverordneten angenommen. Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte Bad Vilbels Stadtsprecher Yannick Schwander kurz und knapp: »Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Tonnen für Elektrokleingeräte gemacht und haben die vorhandenen Standorte zum Jahreswechsel sogar noch ausgebaut.«

Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU) hat nach Angaben im Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur in Bad Vilbel vorgefühlt und dort in Erfahrung gebracht, dass manchmal auch Sperrmüll daneben stehe. Allerdings sei die E-Tonne eine gute Option, um Elektrogeräte aus dem Restmüll zu holen.

Für die SPD erklärte Fraktionschef Thomas Görlich, der Antrag der CDU komme zu spät. Für kommendes Jahr sei ohnehin eine Neuordnung der Entsorgung von Elektrogeräten vorgesehen.

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