"Streitigkeiten beenden"

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Karben(pm). Wegen des Lebens auf Abstand wird in diesem Jahr während der Interkulturellen Woche keine interreligiöse Andacht am Tag des Flüchtlings angeboten. Seit einigen Jahren sei diese Andacht in Karben regelmäßig am Tag des Flüchtlings am 1. Oktober gefeiert worden, teilt die Stadt Karben mit.

Diese Veranstaltung sei vom Ausländerbeirat Karben und DAF (Deutsch-Ausländischer Freundschaftskreis) in Kooperation mit der katholischen Kirche St. Bonifatius organisiert worden.

Gemeinsam mit den evangelischen und katholischen Kirchen Karben, der DITIB Gemeinde Karben, der Bahai-Gemeinde, der syrisch-orthodoxen Kirche Bad Vilbel, der Ahmadiyya Gemeinde, der Masjid Billal Gemeinde Karben und der rumänisch-orthodoxen Kirche habe man sich am Tag des Flüchtlings getroffen, um allen Flüchtlingen in der Welt zu gedenken.Über die Jahre hinweg hätten immer mehr Besucher an diesem Beisammensein teilgenommen. Nach den Gebeten habe es immer die Gelegenheit gegeben, sich bei einer Tasse Tee aus dem Samovar und internationalen Spezialitäten auszutauschen.

Keine gemeinsame Andacht

Ekaterini Giannakaki, die Vorsitzende des Ausländerbeirats, bedauert, dass dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie diese wunderbare Veranstaltung nicht ausgerichtet werden könne.

Sie erinnert daran, dass derzeit etwa 12 000 Flüchtlinge auf Lesbos gestrandet seien, die sich in einer sehr verzweifelten Lage befänden. Die griechische Regierung sei damit überfordert und werde im Stich gelassen.

Die Frage, ob Deutschland Flüchtlinge auf Moria aufnehmen soll, spalte das Land. Innerhalb der EU und auch Deutschland herrsche Uneinigkeit über die Aufnahme der in Not geratenen Menschen.

Giannakaki appelliert, die Streitigkeiten darüber zu beenden und statt dessen Hilfe zu leisten und mehr Flüchtlinge als geplant nach Deutschland zu holen.

Die Ausländerbeiratsvorsitzende hofft, dass im kommenden Jahr wieder eine gemeinschaftliche interreligiöse Andacht angeboten werden kann.

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