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Stolpersteine wieder verlegt

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Von: Redaktion

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Weil die Groß-Karbener Ortsdurchfahrt umgestaltet wurde, mussten die dort verlegten etwa 30 Stolpersteine vorübergehend weichen. Im Rahmen der Sanierung der Heldenberger Straße in Groß Karben wurden die dort in Erinnerung an im Nationalsozialismus verfolgte Juden verlegten Stolpersteine entnommen, gereinigt und poliert, wie Irma Mattner und Hartmut Polzer von der Stolperstein-Initiative Karben mitteilen. Eine Baufirma hat sie nun wieder eingelassen. Obwohl der Name »Stolpersteine« etwas anderes vermuten lässt, sind diese Gedenksteine ebenerdig in Bürgersteige verlegt, so dass nur ein »gedankliches Stolpern« möglich sein soll.

Weil die Groß-Karbener Ortsdurchfahrt umgestaltet wurde, mussten die dort verlegten etwa 30 Stolpersteine vorübergehend weichen. Im Rahmen der Sanierung der Heldenberger Straße in Groß Karben wurden die dort in Erinnerung an im Nationalsozialismus verfolgte Juden verlegten Stolpersteine entnommen, gereinigt und poliert, wie Irma Mattner und Hartmut Polzer von der Stolperstein-Initiative Karben mitteilen. Eine Baufirma hat sie nun wieder eingelassen. Obwohl der Name »Stolpersteine« etwas anderes vermuten lässt, sind diese Gedenksteine ebenerdig in Bürgersteige verlegt, so dass nur ein »gedankliches Stolpern« möglich sein soll.

Auch die sogenannte Stolperschwelle, die an die zerstörte Synagoge erinnert, glänzt nun wieder am bisherigen Platz schräg gegenüber des »Eis-Rei«-Platzes. Die Schwelle war erst im Sommer vergangenen Jahres in der Heldenberger Straße 10 verlegt worden. Die um 1840 erbaute Synagoge, die 72 Sitzplätze für Männer und 36 für Frauen auswies war 1905 und 1932 renoviert worden. Anfang der 1930er Jahre gehörten 26 Familien zur israelitischen Gemeinde Groß-Karben. Am 10. November 1938 wurde die Synagoge durch SA-Leute aus Okarben ausgeraubt, geschändet und niedergebrannt.

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