Storch Moses überwintert in seinem Nest in Klein-Karben. Er Jahrgang 2008 und damit schon ein Storchen-Senior. FOTO: PRINZINGER/PV
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Storch Moses überwintert in seinem Nest in Klein-Karben. Er Jahrgang 2008 und damit schon ein Storchen-Senior. FOTO: PRINZINGER/PV

Störche bleiben hier

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Karben(pm). Immer mehr Zugvögel ziehen im Winter nicht (mehr) in den warmen Süden. Daran sei aber nicht Corona schuld, teilt die NABU-Ortsgruppe Karben mit . Tatsache ist, dass hierzulande die Winter immer kürzer und wärmer werden: Von den zehn wärmsten Wintern seit 1881 lagen fünf in den vergangenen 15 Jahren, und ihre Dauer hat sich von rund 120 auf 100 Tage verkürzt.

2019/20 war sogar der drittwärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, darauf macht der Karbener NABU aufmerksam. Also lohne sich offenbar die Gefahr des Hierbleibens für die Zugvögel allemal; spart es neben Energie doch auch das Reiserisiko, wenn man vor Ort bleibt.

Nesttreue seit vier Jahren

Immer mehr Störche sehen das offensichtlich auch so. In Klein-Karben brütete ein Paar die vergangenen vier Jahre auf einem alten Schornstein mitten in der Stadt. Das zwölfjährige Männchen wurde 2008 in Wiesbaden beringt und das ein Jahr jüngere Weibchen in Nidderau. Es sind also "Einheimische".

Die beiden "Oldies" (Durchschnittsalter im Freiland: acht bis zehn Jahre) haben sich bisher nicht auf den Weg in den Süden gemacht, heißt es. Sie sitzen mal einzeln, mal gemeinsam auf ihrem Nest über Klein-Karben, um zu ruhen und zu übernachten. Die Naturschützer hoffen nun, dass das Storchenpaar den Winter gut überstehen wird.

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