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ASB stellt Konzept für Kita im Stadtzentrum vor

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Karben (dit). Baupläne und Konzept für den Neubau einer Kindertagesstätte in der Luisenthaler Straße stellte Projektleiterin Marion Rink im Beisein des Geschäftsführers des ASB Mittelhessen, Holger Weiß, und des Regionalverbandsvorsitzenden Rolf Pulst am Mittwochabend im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur vor. Der ASB gilt als potenzieller Betreiber der Kita.

Karben (dit). Baupläne und Konzept für den Neubau einer Kindertagesstätte in der Luisenthaler Straße stellte Projektleiterin Marion Rink im Beisein des Geschäftsführers des ASB Mittelhessen, Holger Weiß, und des Regionalverbandsvorsitzenden Rolf Pulst am Mittwochabend im Ausschuss für Jugend, Soziales und Kultur vor. Der ASB gilt als potenzieller Betreiber der Kita.

Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter ihnen Bürgermeister Guido Rahn, Stadtrat Jochen Schmitt und Fachdienstleiter Günther Ross, konnte Ausschussvorsitzende Ingrid Lenz willkommen heißen. »Wir möchten dem ASB Gelegenheit geben, sein Konzept vorzustellen, das in einer Kita in Offenbach, die von mehreren Ausschussmitgliedern besucht wurde, umgesetzt wird«, informierte sie.

Rink erläuterte, dass der ASB über ein Musterkonzept verfüge, das an die jeweiligen Anforderungen angepasst werde. Sie erläuterte unter anderem das pädagogische Konzept und dessen Umsetzung, dann ging sie auf die Eckdaten der Karbener Kita ein. Angedacht ist ein aus Parterre und erster Etage bestehendes Gebäude mit einer Gesamtfläche von 800 Quadratmetern. Als Spielfläche im Freien verbleiben 660 Quadratmeter. Im Gebäude sollen vier Gruppen Platz finden.

Diese gliedern sich auf in drei Gruppen für insgesamt 30 Mädchen und Jungen unter drei Jahren und eine Gruppe für 25 Kindergartenkinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Betreut werden sollen sie von rund elf pädagogischen Vollzeit-Fachkräften. »Wenn möglich, sollte die mit einer Vollzeitstelle bemessene Leitung von erzieherischer Tätigkeit freigestellt sein«, sagte Rink. Außerdem ist für den Hauswirtschaftsbereich ein Stellenumfang von 1,7 vorgesehen.

»Die konzeptionelle Besonderheit in Karben ist eine enge Vernetzung mit dem ASB-Altenzentrum und der geplanten Tagespflege für Senioren, die dem Altenzentrum angegliedert werden soll«, so Rink. »Es könnte gemeinsame Aktivitäten geben. Der Austausch zwischen Alt und Jung ist eine Bereicherung für beide Seiten.« In einer Diskussion beantwortete sie zahlreiche Fragen. Unter anderem teilte sie mit, dass der Betreuungsschlüssel des ASB über den Standardvorgaben rangiere. Dass sich Qualität auch über die Kosten definiere, sei unvermeidlich. Krankheit und Urlaub des Personals würden durch einen gut strukturierten Dienstplan abgefedert. Dass es dabei zu Engpässen kommen könne, sei in der Praxis nicht auszuschließen.

Stadtrat Schmitt gab zu bedenken, dass aufgrund der Diskrepanz an vorhandenen Plätzen nicht jedes Kind, das eine U3-Gruppe besuche, in die Kindergartengruppe aufgenommen werden könne. Rink räumte ein: »Ein Großteil kann aufgenommen werden, aber nicht alle Kinder.« Auf die Frage von Bürgermeister Rahn, ob separate Schlafräume vorgesehen seien oder ob die Kinder, wie in Offenbach, in den Gruppenräumen schlafen sollten, informierte Rink: »Es sind keine separaten Schlafräume geplant. Die Erfahrungen, die wir in Offenbach gemacht haben, sind gut. Die Inneneinrichtung der Gruppenräume sieht vor, dass Tische hochgeklappt werden können, um Raum für Schlafplätze oder für Bewegung zu bieten.«

Die Verpflegung in Offenbach erfolge durch Catering, die Reinigung durch eine externe Firma. Behinderte Kinder würden aufgenommen, in Offenbach gebe es drei Integrationsplätze. Eine Öffnungszeit von 7 bis 17 Uhr sei für Karben geplant. »Je nach Bedarf sollen die Öffnungszeiten der einzelnen Gruppen variieren.« Die U3-Gruppen würden altersmäßig gemischt. »Allerdings soll jedes Kind Spielpartner im gleichen Alter haben.« Vorschulkinder würden speziell gefördert.

In ganz Hessen betreibe der Verband etwa 30 Einrichtungen, von denen etliche unter Federführung des ASB errichtet worden seien. Weiß ergänzte: »Ein Plan für das Gebäude ist vom Grundstück abhängig, die Aufteilung der Räumlichkeiten entspricht unserer Arbeitsweise. Das Offenbacher Mietobjekt wurde entsprechend umgebaut.« Sinnvoll sei es in jedem Fall, den Betreiber in den Bau einer Kita einzubeziehen.

Nachdem die Anwesenden die Pläne eingesehen und Anregungen, wie den Bau eines Vordaches unter dem die Kinder bei Regen oder starker Sonneneinstrahlung spielen können, eingebracht hatten, schloss Lenz: »Die Fraktionen werden das Konzept beraten, dann wird die weitere Vorgehensweise besprochen.«

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