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Stadtkapelle reist musikalisch durch Afrika

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Karben (aho). »In the Jungle, the mighty Jungle, the Lion sleeps tonight« mochte an diesem Sonntagmittag mancher beim Hofkonzert der Stadtkapelle im Stillen vor sich hinbrummeln. Dabei war bei dieser sinfonischen Orchesterleistung an Schlafen gar nicht zu denken.

Mit ihrem »Afrika«-Konzert unter der Leitung von Claus-Carsten Behrendt - er trug zeitweise ein traditionelles afrikanisches Gewand - wurde nicht nur das Gastgeberland der Fußball-WM geehrt, es war eine schwungvolle, abwechslungsreiche Hommage an den ganzen Kontinent.

Stadtkapelle und Jugendorchester lockten trotz vielfältiger Veranstaltungen in Karben viele Zuschauer an und es mussten noch kurz vor dem Konzert drei weitere Stuhlreihen aufgestellt werden, um dem Ansturm gerecht zu werden. »Wir hatten eigentlich damit gerechnet, dass nicht so viele Leute kommen: Bei diesem Wetter, wegen des WM-Spiels der deutschen Mannschaft und des Klein-Kärber Markts.« Bernd Weller, der Vorsitzende der Stadtkapelle, schüttelte ob dieses Zuspruchs nur ungläubig den Kopf.

»Mit dem Gelände der Firma Rapp’s haben wir auch einen idealen Platz für unser traditionelles Hofkonzert gefunden«, so Weller. Denn wenn man, wie im vergangenen Jahr, immer mal wetterbedingt gen Himmel schaute, »die Leute kommen offenbar gern.«

Sie wurden auch diesmal nicht enttäuscht: Bekannte Filmmelodien standen auf dem Programm: Mit einem Titel aus »Shreck 2« von Michael Brown, mit James-Bond-Musik von Jay Bocook, dem Titel »Gonna fly now« von Bill Conti und »Showtime« von Sven van Calster fing es an.

Dann aber ging es direkt in den Schwarzen Kontinent: »Africa« von David Paich und John Staff war der Beginn einer musikalischen Rundreise. Ihm folgten Höhepunkte aus dem Musical »Tarzan« von Phil Collins und der »Africa Sound of Bert Kaempfert«. Schießlich gab es noch »den« Afrika-Song der 1980er-Jahre: »The Lion sleeps tonight«.

Die Dekoration mit Schilfgras, diversen Abbildungen von Elefanten, Affen, Löwen und Krokodilen hatte der offizielle Fan-Club der Stadtkapelle ebenso übernommen, wie den Getränkeausschank.

Nach der Pause bot das Orchester »Hands across the Sea« (von Siegfried Rundel) und spielte dann Naohiro Iwais »Africa Symphony«, ehe es mit »Eighties Flashback« und den deutschen WM-Song »’54, ’74 ’90, 2010« musikalisch auf die Zielgerade des frühen Nachmittags einbog.

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