Der Briefkasten der Stadtverwaltung im Bürgerzentrum ist neu. Daneben ist unterhalb des Fensters aber ein dicker Wasserschaden zu sehen. Er zeigt, das Bürgerzentrum benötigt eine neuen Anstrich.
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Der Briefkasten der Stadtverwaltung im Bürgerzentrum ist neu. Daneben ist unterhalb des Fensters aber ein dicker Wasserschaden zu sehen. Er zeigt, das Bürgerzentrum benötigt eine neuen Anstrich.

Renovierung

Zum Stadtjubiläum erscheint das Karbener Bürgerzentrum in neuem Glanz

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Schmutz, Schimmel und Löcher - wer sich das Karbener Bürgerzentrum genauer anschaut, merkt: Hier muss etwas getan werden. Das Stadtjubiläum ist Anlass, um das zentrale Gebäude zu renovieren.

Unter Spaßvögeln gilt das markante Gebäude auf dem Rathausplatz als »weißes Haus«. Amerikanische Verhältnisse darf man damit aber weniger assoziieren. Vielmehr kommt der eine oder andere deshalb auf den Namen, weil der gut 100 Meter lange Bau einen weißen Anstrich hat. Als das Gebäude vor 33 Jahren fertiggestellt wurde, war das auch noch der Fall. Mittlerweile ist von dem Weiß wenig übrig geblieben, zumindest was das Mauerwerk angeht.

»Die Fenster sehen noch ganz gut aus, der Kunststoff ist gut gepflegt«, sagt Harald Kirch bei einem kleinen Rundgang. Der technische Leiter des Kommunalen Immobilien Managements KIM erläutert zusammen mit seiner neuen Kollegin Adey Girma und Erstem Stadtrat Friedrich Schwaab, wo genau die Probleme an dem Gebäude liegen.

Karbener Bürgerzentrum: Wände immer wieder geflickt

An den weißen Fenstern jedenfalls nicht. Zumeist an den Wänden. Und da fällt so einiges auf. »Da ist immer mal wieder was geflickt und ausgebessert worden«, zeigt Schwaab hinter seinem Dienstzimmer auf dem Balkon. Und weil die Verblendungen, die auf den kleinen Zwischenmauern liegen, nicht dicht geschlossen haben, hat sich dort das Regenwasser gefangen, ist dann die Wände heruntergelaufen. Entsprechend schmutzig sieht es aus.

Friedrich Schwaab, Adey Girma und Harald Kirch (v. l.) zeigen die Schäden am Seiteneingang des Karbener Bürgerzentrums.

Als wir um das Gebäude herumgehen, fallen viele weitere Dinge auf. Am Eingangsbereich gibt es eine Ecke, die besonders schmutzig wirkt. »Hier haben wir einen dicken Wasserschaden«, sagen die drei vom KIM. Grau und schimmelig wirkt der Bereich gleich neben dem Haupteingang.

Karbener Bürgerzentrum: Reste von Kletterpflanzen

Darunter sieht man noch Reste von Kletterpflanzen. »Die kommen genauso weg wie die an den anderen Wänden. Viele der Kletterpflanzen haben wir schon abgenommen.« Grund dafür sind die Schäden, die durch die Saugfüßchen der Pflanzen verursacht worden sind. Jetzt, wo sie weg sind, wirken die Mauern noch schmutziger, an den Wänden sieht man kleine Löcher.

Größere Schäden zeigen sich auch am Seiteneingang, genau dort, wo die Bühne des großen Saals immer bestückt wird. Die Fliesen des Aufgangs sind defekt, die Stadt hat hier zur Vermeidung von Stolperfallen Platten aufgeschraubt. Auch in die Wände an dieser Seite ist Feuchtigkeit eingedrungen. Kirch gelingt es, nur mit dem Fingernagel den Putz abzukratzen.

Karbener Bürgerzentrum: Neue Farbe auf 2000 Quadratmetern

Dagegen sieht es an der Rückseite des großen Saals wirklich gut aus. Die Ostseite war dem Wetter anscheinend weniger ausgesetzt. Ein paar Meter weiter dann die Rückseite der Gaststätte des Bürgerzentrums. »Die haben wir zur Eröffnung der Gaststätte neu angelegt«, informieren sie. Der Rundgang endet auf der Vorderseite der Gaststätte. Hier ist das Vordach renovierungsbedürftig, denn es zeigen sich Schimmel und Rost. Dagegen will man die bereits abgenommene Markise nicht mehr anbringen. »Die recht großen Bäume spenden eigentlich genug Schatten«, meinen die Verantwortlichen.

Wie Schwaab sagt, sollen die ausfahrbaren Sonnensegel abgenommen, überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden. Möglich wäre auch, dass man sie komplett ersetzt - in einer anderen Farbe. Apropos Farbe: Auf 2000 Quadratmeter beziffert Harald Kirch die gesamte neu zu streichende Fläche des Bürgerzentrums. Es hätten sich elf interessierte Firmen gemeldet. Mit einer Firma aus Frankfurt sei man nun näher im Gespräch, berichtet Schwaab. Der Karbener Architekt Ulrich Felber hat die Ausschreibung gemacht und wird später die Bauüberwachung haben.

Karbener Bürgerzentrum: Sitz der Verwaltung

Im Haushalt des KIM sind für die Renovierung der Bürgerzentrumsfassade 200 000 Euro eingestellt. »Wir hoffen aber, dass wir drunter bleiben«, sagen die Verantwortlichen.

Bei Vertragabschluss wollen sie der Firma einen Fertigstellungstermin für die gut zwei Monate dauernden Arbeiten setzen: Bis Anfang August soll der Bau in neuem Glanz erstrahlen. Zum großen Stadtfest also soll alles fertig sein.

Das Bürgerzentrum ist Sitz der Stadtverwaltung. Es wurde 1987 fertiggestellt. Der damalige Bürgermeister Paul Schönfeld hatte sich sehr dafür eingesetzt, dass die Stadtverwaltung in ein modernes Gebäude umzieht. Außer dem Rathaus beherbergt der lange, zweistöckige Bau am Rathausplatz einen großen Saal sowie drei kleinere Clubräume. Inzwischen ist der Keller an eine Tanzschule vermietet.

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