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Einkaufsmanager Chao Ni (l.) übergibt die Maskenspende im Wert von gut 10 000 Euro an Bürgermeister Guido Rahn.

100 000 Masken

Stadt Karben erhält Spende von 100 000 Masken

  • vonJürgen Schenk
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Karbener Schüler, Lehrer und Erzieher sollen davon profitieren: 100 000 medizinische Schutzmasken sind von der Friedrichsdorfer Octrade GmbH an Bürgermeister Guido Rahn übergeben worden.

Karben (jsl). Viele Kartons haben am Dienstagmorgen für Freude im Karbener Bürgerzentrum gesorgt. Der Inhalt soll die ganze Stadt entlasten. Grundschulen, Schülerbetreuungen, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen dürfen sich schon bald über eine willkommene Spende freuen: 100 000 medizinische Mund- und Nasenbedeckungen wurden von Chao Ni, Einkaufsmanager der Friedrichsdorfer Octrade GmbH, an Bürgermeister Guido Rahn übergeben.

Die Masken seien Restposten aus dem Vorjahr von sehr guter Qualität, erklärte der Spendenüberbringer. Über die Unterstützungshilfe habe er selbst entschieden. Warum, das wurde im Gespräch mit dem Bürgermeister deutlich. Chao Ni wohnt seit drei Jahren in Karben, sein Kind besucht die städtische Kindertagesstätte »Am Zauberberg«. Die erste Maskenlieferung brachte er vor Kurzem persönlich dorthin. Es sei ihm ein großes Anliegen, dass eventuelle Engpässe bei der Schutzausrüstung in diesem Frühjahr vermieden werden. Und er wolle damit auch »Dank« sagen.

Masken im Wert von rund 10 000 Euro

Das tat Rahn im Gegenzug: »Für unsere Kinder und unser Personal ist das eine großartige Sache«, betonte er. »Schutzmasken in dieser Menge haben etwa einen Wert von 10 000 Euro. Das einfach mal so als Geschenk zu erhalten, ist eine richtig tolle Geste. Wir werden so schnell wie möglich mit der Verteilung beginnen.«

Bei der genaueren Betrachtung der aus China stammenden Masken fällt auf, dass sie breitere und weichere Ohrbänder haben. Dadurch soll sich ihr Tragekomfort erhöhen. Auf der Verpackung findet man das vom TÜV Rheinland ausgegebene Qualitätszertifikat. »Die Masken schneiden nicht so stark an den Ohren ein. Sie passen zu allen Kopfformen, aber speziell für Frauen- und Kinderköpfe sind sie ideal geeignet«, beschreibt Manager Ni die Produkteigenschaften.

Geschenk kommt zur rechten Zeit

Angesichts der Öffnung von Schulen und Kitas kommt dieses Geschenk zur rechten Zeit. »Besonders in den Grundschulen können wir die Masken jetzt sehr gut gebrauchen«, sagte Christian Lenz vom Fachbereich Zentrale Dienste der Stadt. In seiner Funktion kümmert er sich unter anderem um die Beschaffung und Verteilung von notwendiger Schutzausstattung. Für die Kinder bedeuteten zusätzlich verfügbare Masken einen Mehrwert. Während der Schulzeit sei so die Möglichkeit zum häufigeren Wechsel gegeben. Kein Kind müsse nunmehr die ganze Zeit mit der gleichen Maske herumlaufen. »Das ist einfach hygienischer und sicherer«, unterstrich Lenz.

Betreuungszeit reduziert

Dergestalt scheint die Stadt also auf einem guten Weg zu sein. Dennoch ist es ein schmaler Grat, wenn man sich die drohenden Gefahren durch Virusmutationen vor Augen führt. Bürgermeister Rahn machte dazu deutlich, dass die Hygienekonzepte in den Kitas bereits angepasst worden seien. Die tägliche Betreuungszeit gehe jetzt von 6.30 bis 15.30 Uhr und nicht mehr, wie zuvor, bis 17 Uhr, um den Personalbedarf besser steuern zu können. »Außerdem haben wir C02-Ampeln in Betrieb genommen. Diese Geräte zeigen mit einem Signal an, wann wieder gelüftet werden muss. Für die Kindertagesstätten der Stadt sind Hochleistungs-Partikelfilter der Sorte HEPA 13 vorgesehen. Sie sollen vor allem in den Räumen zum Einsatz kommen, wo eine Belüftung schlecht möglich ist.« Konstante Gruppen, eine Art Einbahnstraßensystem beim Bringen und Holen der Kinder, sowie ein Betretungsverbot für Eltern nannte Rahn als weitere Maßnahmen.

In Karben kennt man die Situation von Corona-Fällen bei kleinen Kindern bereits. Im Mai 2020 hatte eine Infektion in einem Petterweiler Kindergarten für Schlagzeilen gesorgt. Einen größeren Ausbruch hatte es damals allerdings nicht gegeben.

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