Stadt ehrt erfolgreiche Musikschüler

Karben (dit). »Ihr alle habt am Wettbewerb ›Jugend musiziert‹ teilgenommen. Das ist etwas Besonderes. Darüber hinaus habt Ihr auf Regional-, Landes- und Bundesebene hervorragende Plätze belegt«, betonte Bürgermeister Roland Schulz. In einer Feierstunde würdigte er am Mittwoch die Leistungen zahlreicher jugendlicher Preisträger.

Die Ehrungen fanden auf Initiative der Leiterin der Karbener Zweigstelle der Musikschule, Angela Krämer-Galande, statt. »Den Vorschlag haben wir gerne aufgegriffen«, so Schulz, der auch die erfolgreiche Arbeit der Musikschule würdigte, an der mehr als 1500 Schülerinnen und Schüler in Karben und Bad Vilbel unterrichtet werden. »Die Einrichtung bietet verschiedensten Unterricht an und bringt viele junge Talente hervor«, unterstrich er.

Dass individuelle Begabungen unterschiedlichster Art gefördert werden, wurde während der Ehrungen deutlich. Ausgezeichnet wurden junge Musikerinnen und Musiker, die das Spiel auf Querflöte, Klarinette, Violine, Oboe und Harfe auf hohem Niveau beherrschen und dies unter Wettbewerbsbedingungen unter Beweis stellten. »Der Wettbewerb ›Jugend musiziert‹ ist seit Gründung im Jahr 1963 zum bedeutendsten Förderprojekt für musikalischen Nachwuchs in Deutschland geworden. Am Bundeswettbewerb nahmen im Mai über 2000 Jugendliche teil. 520 davon traten als Solisten an. Eine von diesen Nachwuchsmusikerinnen, die sich einen dritten Bundespreis erspielen konnte, begrüßen wir heute hier«, sagte Schulz und überreichte eine Urkunde und ein Präsent an Laura-Kim Do Dinh. Die 18jährige Harfenistin, die laut Schulz als Sechsjährige von den Harfenklängen im Film »Aristocats« derart fasziniert war, dass sie den Wunsch hatte, das Spiel auf diesem Instrument zu erlernen, wird seit ihrem siebten Lebensjahr in der Musikschule unterrichtet. Seither gehörte sie regelmäßig auf Regional- und Landesebene zu den »Jugend musiziert«-Preisträgern. Durch ihren Erfolg auf Bundesebene hat sich die Oberstufenschülerin der Kurt-Schumacher-Schule (KSS), die seit 2005 dem Landesjugendsinfonieorchester angehört, nun für die Teilnahme an einem »Wochenende der Sonderpreise« qualifiziert.

Den zweiten Platz beim Landeswettbewerb in der Holzbläserensemble-Wertung erzielten Carola Gronemann (Querflöte) und Hannah Puchert (Klarinette). Gronemann nahm schon mehrmals am Wettbewerb »Jugend musiziert« teil, Puchert erstmals. Die beiden Elfjährigen besuchen die Bläserklasse der Kurt-Schumacher-Schule und gehören unter anderem dem Orchester »Aeroflot« an. In der Streicher-Duo-Wertung bekamen Agnes Bickelhaupt und David Hauck (beide Violine) den ersten Preis auf regionaler Ebene. Seit fast sechs Jahren widmen sie sich dem Violinenspiel. Seit 2007 bilden die beiden Elfjährigen, denen hohe Musikalität und Talent für die Ensemblearbeit bescheinigt wurde, ein Duo.

Den zweiten Preis in der Klavier-Solo-Wertung auf regionaler Ebene bekam Hannah Schweitzer. Seit etwa fünfeinhalb Jahren ist sie vertraut mit dem Instrument. »Meine Schwester spielte Klavier, dadurch bin ich dazu gekommen«, erzählte die Elfjährige, deren Lieblingskomponist Johann Sebastian Bach ist.

Juliane Keppler (Querflöte) bekam gemeinsam mit Clemens Tobben (Oboe) den zweiten Preis beim Landeswettbewerb in der Wertung Bläser, gemischte Besetzung. Keppler erlernte das Querflötenspiel in der Bläserklasse der KSS und nahm dann Unterricht an der Musikschule. Die 14-Jährige wird im Oktober am Kammermusik-Förderkurs des Landesmusikrats Hessen teilnehmen. Luisa Möller (Geige) und Viola Hippler bewährten sich als Duo. Sie belegten beim Regionalwettbewerb den ersten Platz. Damit konnte sich Luisa (11), die seit mehr als fünf Jahren mit dem Instrumentenspiel befasst ist und dem Musikschulorchester angehört, über eine erste besondere Auszeichnung freuen.

Trägerin eines ersten Preises beim Regionalwettbewerb in der Holzbläserensemble-Wertung wurde auch Catharina Tiziana Rickers (8, Querflöte), die sich mit der Frankfurter Schülerin Caroline Kloepfer bewährt hatte.

Darauf, dass mit dem Instrumentenspiel gleich mehrere positive Effekte einhergehen, machte der Rathauschef aufmerksam, bevor er den offiziellen Teil der Ehrungen beschloss. »Jeder Mensch sollte in seinem Leben versuchen, ein Instrument zu erlernen. Damit macht er nicht nur denjenigen, die zuhören dürfen, eine Freude, sondern er entwickelt damit auch seine Persönlichkeit. Abgesehen davon ist es eine sinnvolle Art der Freizeitgestaltung.«

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