Die Kladde hat Ortsvorsteher Christian Neuwirth griffbereit, hier kann er Anliegen der Klein-Kärber notieren und sie mit den anderen Ortsbeiräten besprechen. Der 47-Jährige ist seit neun Jahren im Ortsbeirat engagiert. Zur Kommunalwahl im März tritt er erneut an. 	FOTO: PETRA IHM-FAHLE
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Die Kladde hat Ortsvorsteher Christian Neuwirth griffbereit, hier kann er Anliegen der Klein-Kärber notieren und sie mit den anderen Ortsbeiräten besprechen. Der 47-Jährige ist seit neun Jahren im Ortsbeirat engagiert. Zur Kommunalwahl im März tritt er erneut an. FOTO: PETRA IHM-FAHLE

Ortsvorsteher im Portrait

Sprachrohr für die Bürger

  • vonPetra Ihm-Fahle
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Mit der Politik fing Christian Neuwirth früh an. Zuerst engagierte er sich in Bad Vilbel, dann in Karben und Klein-Karben, wo er bereits in der zweiten Wahlperiode Ortsvorsteher ist.

In jungen Jahren verlor Christian Neuwirth sein Herz an die Pfadfinderei, an die Abenteuer des Reisens ins Ausland auf eigene Faust. Heute konzentriert er sich als Ortsvorsteher von Klein-Karben auf einen räumlich begrenzteren Fleck. Mitglied der CDU ist er, was aber unwichtig beim Ortsbeirat sei, dem er seit 2011 angehört.

»In diesem Gremium werden pragmatische Lösungen gesucht. Ich finde es wichtig, an einem Strang zu ziehen«, sagt Neuwirth. Pandemiebedingt hat er das Treffen mit dieser Zeitung in seinen Garten verlegt, an den selbst gebauten Tisch, auf dem Tee in den Tassen dampft. Stadtverordneter ist er schon deutlich länger als Ortsvorsteher. Er ist 47, verheiratet und hat drei Kinder, ursprünglich stammt er aus Bad Vilbel. Gemeinsam mit seiner Frau Tanja lebt er in deren Elternhaus, das in der Rathausstraße steht.

Ortskern hat nun Bebauungsplan

»In Bad Vilbel war ich mit 18, 19 Jahren schon im Parlament, gemeinsam mit mehreren anderen von der Jungen Union«, erzählt er. Mit dem Umzug legte er das Amt in Bad Vilbel nieder. Einen Großteil der Klein-Kärber aus dem Ortsverein kannte er bereits, »da hat man mich auch gleich aufgestellt«. In Karben sei so etwas kein Problem, dort seien die Menschen erfreut über neue Gesichter und machten die Türen weit auf.

Bei der anstehenden Kommunalwahl will Neuwirth wieder für den Ortsbeirat und das Stadtparlament antreten. Zu den wichtigen Themen im Ortsbeirat gehört beispielsweise die Nachverdichtung mit Wohnraumzuwachs, neuen Häusern und Ausbauten von Hofreiten. »Da ist es eine große Frage, wie hoch, wie weit darf ausgebaut werden? Wie ist es mit den Parkplätzen?« Das Thema sei deshalb so bedeutsam, weil der Stadtteil so gut wie keine Erweiterungsflächen habe. »Für den ganzen Ortskern gab es noch nie einen Bebauungsplan. In der letzten Stadtverordnetenversammlung ist er aber verabschiedet worden, so dass der Ausbau geregelt und ortsüblich vonstattengehen kann.«

Hausaufgaben für den Magistrat

Der Ortsbeirat habe dabei seine Anregungen und Vorstellungen eingebracht, »das haben wir gerade abgeschlossen«. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Marktplatz an der katholischen Kirche, den die Stadt vor zwei Jahren in den Finanzetat aufnahm. »Der ganze Platz muss umgekrempelt werden«, sagt Neuwirth. Im Zuge der Sanierung der Homburger und Rendeler Straße sei das Projekt bislang noch nicht berücksichtigt worden. Nun sei es aber definitiv: Die Planungen sollten 2021 umgesetzt werden. »Es muss ein Platz zum Verweilen sein«, fordert der Ortsvorsteher.

Die Zusammenarbeit zwischen Ortsbeirat und Magistrat sei sehr gut, es sei immer ein Magistratsvertreter bei den Sitzungen mit von der Partie. »Der bekommt Hausaufgaben auf und eine Empfehlung«, sagt Neuwirth. Vier- bis fünfmal tagt sein Gremium pro Jahr, fünf Personen sind vertreten. Zwei Frauen sind dabei. »Eine junge Truppe.«

Sein Hobby, die Pfadfinderei, begleitet er aktiv in Burg-Gräfenrode. Aus dem Alter, Gruppen zu leiten, ist er freilich heraus - sein Job ist es, organisatorische Unterstützung zu leisten, etwa Förderquellen aufzutun: »Einen Rahmen bieten, damit die Pfadfinder ihrer Arbeit nachgehen können. Ich finde es wichtig, dass die Jungen und Mädchen Verantwortung übernehmen«, sagt er.

Wegen der Pandemie trifft sich der Ortsbeirat momentan nicht, aber auch außerhalb der Sitzungen sieht sich das Gremium als Sprachrohr der Klein-Kärber. »Was manchmal ein bisschen schade ist: Manche Bürger sehen den Ortsbeirat teilweise als Ortspolizei an und rufen uns bei Nachbarschaftsstreitigkeiten«, bedauert Neuwirth. »Aber dafür sind nicht wir, sondern das Schiedsamt zuständig.« Momentan sei auch schade, keine Glückwünsche zu runden Geburtstagen überbringen zu können. »Das vermisse ich momentan: Das Feedback, wo der Schuh drückt.«

Bei der nächsten Kommunalwahl steht Christian Neuwirth auf Platz 12 der Kandidatenliste seines Ortsvereins für die Stadtverordnetenversammlung, sowie auf Platz eins der CDU-Liste für den Ortsbeirat. Mitglieder des Ortsbeirats Klein-Karben sind außer ihm Karlfred Brunkhardt (FW), Thomas Görlich (SPD), Michaela Jörg und Claudia Beck (beide CDU). In Karben sitzen 37 Mandatsträger im Stadtparlament, 21 Sitze hiervon entfallen auf die CDU, acht auf die SPD, drei auf die Grünen, einer auf die Linke, einer auf die FDP und drei auf die Freien Wähler. ihm

Bei der nächsten Kommunalwahl steht Christian Neuwirth auf Platz 12 der Kandidatenliste seines Ortsvereins für die Stadtverordnetenversammlung, sowie auf Platz eins der CDU-Liste für den Ortsbeirat. Mitglieder des Ortsbeirats Klein-Karben sind außer ihm Karlfred Brunkhardt (FW), Thomas Görlich (SPD), Michaela Jörg und Claudia Beck (beide CDU). In Karben sitzen 37 Mandatsträger im Stadtparlament, 21 Sitze hiervon entfallen auf die CDU, acht auf die SPD, drei auf die Grünen, einer auf die Linke, einer auf die FDP und drei auf die Freien Wähler. ihm

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