SPD-Senioren auf den Spuren der Brunnen

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Karben(pm). Kürzlich trafen sich die Karbener SPD-Senioren am Selzerbrunnen. Hier lauschten sie laut einer Mitteilung Hans Puchtinger, der über die Karbener Brunnen erzählte.

Um bei den sommerlichen Temperaturen durchzustehen, schenkte Puchtinger Karbener Wasser aus. Das hatte er zuvor am "Sauerborn" an der Ludwigsquelle abgefüllt. Der Selzerbrunnen sei der älteste der vier Karbener Mineralbrunnen. Puchtinger erinnerte an die Brunnenreinigungen zu Pfingsten. Einige Teilnehmer berichteten von Tanzveranstaltungen im Pavillon des Selzerbrunnenhofes, wo heute das Jukuz zu Hause ist.

Puchtinger berichtete von Besitzer- und Pächterwechseln, es sei zum Streit gekommen. Ein solcher Streitfall habe 1864 dazu geführt, dass der damalige Pächter des Selzerbrunnens das Grundstück nebenan kaufte und 1872 einen neuen Brunnen bohrte. Der Name lautete zunächst "Neuer Selzerbrunnen" und danach "Taunusbrunnen". Der Taunusbrunnen wurde zeitweise von einer englischen Aktiengesellschaft geführt und das Wasser in alle Teile der Welt vertrieben.

1943 wurde der Taunusbrunnen, der inzwischen Franz Krug gehört, von der Wehrmacht beschlagnahmt. Teile für Waffen seien hier hergestellt worden, nach dem Krieg dann Torpedo-Schreibmaschinen. Der Selzerbrunnen wurde dann 1971 von der Bad Vilbeler Urquelle übernommen. 1988 entstand die Rohrleitung nach Bad Vilbel. Der Betrieb in Karben wurde 1993 eingestellt. Später habe die Kelterei Rapp’s, den Selzerbrunnen übernommen.

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