SPD-Senioren besuchen Klärwerk

  • vonRedaktion
    schließen

Karben (pm). Die AG 60plus der Karbener SPD hat kürzlich die Karbener Kläranlage besichtigt. Abwassermeister Michael Kratz erläuterte den Gästen ausführlich die technischen Abläufe der Anlage. Er erklärte, dass zunächst das im Sammelkanal anfallende Abwasser rund sechs Meter in die Höhe gepumpt werde, damit es im freien Gefälle fast alle Becken durchlaufen könne. Durch den Faulprozess in den Türmen werde Methangas freigesetzt, das im Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird. Auf diese Weise werde etwa die Hälfte des benötigten Stroms für die Kläranlage selbst erzeugt.

Bedingt durch das Wachstum der Stadt Karben sei die Kläranlage inzwischen an ihre Kapazitäts-Grenzen gekommen. Die vom Gesetzgeber geforderte Reinigungsleistung werde weiterhin gut eingehalten. Die Höchstwerte würden im Regelfall weit unterschritten und kontinuierlich geprüft.

Die geplante Erweiterung und der Aufbau einer vierten Reinigungsstufe zur Filterung der sogenannten Spurenstoffe sei in Vorbereitung und werde, sobald die Vorgaben der Landesregierung vorlägen, in Angriff genommen.

Überrascht seien die Karbener Senioren darüber gewesen, wie viel häuslichen Abfall die Bürgerinnen und Bürger offensichtlich unüberlegt über die Toilette und auch über Waschbecken entsorgen würden. Der Aufwand, diese nicht abbaubaren Stoffe vor dem Klärprozess herauszunehmen und anderweitig zu entsorgen sei enorm und koste viel Geld. Darüber sollten die Bürger informiert werden, schlugen die SPD-Senioren vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare