Solidarität mit Conti-Mitarbeitern

  • Holger Pegelow
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Karben(pe). Die zum Continental-Konzern gehörenden Mitarbeiter des Werkes Techno-Chemie haben sich solidarisch mit den Mitarbeitern des Conti Automotive-Werkes erklärt. Das Techno-Chemie-Werk (TCH) sei nicht von der Schließung betroffen, schreibt die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (BCE). "Wir möchten den Betroffenen unsere uneingeschränkte Solidarität aussprechen", erklären Peter Widera, TCH-Betriebsratsvorsitzender, und Tobias Hanson von der zuständigen IG BCE Rhein-Main. "Da, wo Unterstützung gebraucht wird, helfen wir", so Widera weiter.

Hilfe kommt auch von Francesco Grioli, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE und zugleich des Continental-Aufsichtsrats: "Einen Kahlschlag wird es mit uns nicht geben. Unser Ziel ist und bleibt der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen." Der Continental-Konzern hat, wie berichtet, angekündigt, bis 2023 eine Milliarde Euro einsparen zu wollen. 13 000 Arbeitsplätze in Deutschland stehen zur Disposition, darunter die knapp 1100 in Karben. Das Werk Techno-Chemie ist davon nicht betroffen. Dort arbeiten gut 700 Menschen.

Unterdessen schlägt FDP-Stadtverordnete Oliver Feyl vor, die Stadt sollte eine Veränderungsperre über die Werksgrundstücke verhängen, um sich eine Mitsprache an der Entwicklung des Werksgeländes zu sichern. Wichtig sei auch, Fördermöglichkeiten zu finden, damit neue Unternehmen angesiedelt werden können, welche den Continental-Mitarbeitern eine neue Perspektive geben könnten.

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