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Hier soll die neue Kloppenheimer Grundschule entstehen. Dafür müssen der eingezäunte Trainingsplatz (l.) und der Pendlerparkplatz weichen.

Schulneubau statt Pendlerparkplatz

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Karben (pe). Neue Container sind auf dem ehemaligen Gelände der Kleingärten Am Hang, gegenüber der Kloppenheimer Kindertagesstätte »Glückskinder«, aufgebaut worden. Derzeit laufen die Arbeiten zum Innenausbau und zu den Überdachungen des Schulhofes. Denn ab kommendem Schuljahr sollen dort die Grundschüler unterrichtet werden. Der neue provisorische Standort ist gar nicht weit weg von dem Standort, den die Schule künftig erhalten soll.

Denn der Neubau der Einrichtung soll auf dem Park-und-Ride-Platz sowie auf dem angrenzenden Trainingsplatz entstehen. Zudem sind eine Dreifeld-Sporthalle und gegebenenfalls eine Schulsporthalle geplant. Der Sportplatz soll erhalten bleiben, der kleinere Trainingsplatz auf der anderen Seite an den bestehenden Sportplatz angebaut werden.

Wenn die neue Schule gebaut sein wird, sollen die Container wieder zurückgebaut werden und auf dem ehemaligen Kleingartengelände zwölf Einfamilienhäuser entstehen.

Damit dies alles geschehen kann, müssen zunächst die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Und das geht über einen Bebauungsplan. Der Fachdienst der Stadt hat den Entwurf von einem Planungsbüro erstellen lassen, und dabei wurden auch gleichzeitig die bestehende Kita sowie der Sportplatz Am Hang einbezogen. Das dient dazu, diese Anlagen planungsrechtlich abzusichern, denn für das über vier Hektar große Areal, gibt es keinen Bebauungsplan. Zurück geht dieser Entwurf auf einen Beschluss des Stadtparlamrents vom Juli 2020. Denn die Problematik ist nicht neu: Die Grundschule Kloppenheim ist jetzt schon voll besetzt. Und es werden nach der Bebauung des »Brunnenquartiers« auf der anderen Seite von Bahn und Landesstraße Kinder hinzukommen. Denn das Brunnenquartier, auf dem mehrere Hundert Wohneinheiten stehen werden, gehört zur Gemarkung Kloppenheim, ebenso wie die Luisenthaler Straße. Die Planer drücken das so aus: »Die räumlichen Kapazitäten sind aktuell weitgehend ausgeschöpft.«

Deshalb ist für Kreis und Stadt klar, dass hier Handlungsbedarf besteht, dass eine größere Schule gebaut werden muss. Denn erste Pläne, Räume an die in der Frankfurter Straße gelegene Grundschule anzubauen, hatten sich zerschlagen. Dem Vorentwurf angehängt ist ein Umweltbericht, der die »Eingriffswirkung« hinsichtlich Schutzgüter Boden und Fläche als gering einstuft. »Als tatsächliche Neuinanspruchnahme von bisher ungenutzten Flächen verbleibt die im Südwesten befindliche Ersatzfläche für den im Bereich der Gemeinbedarfsfläche entfallenden Trainingsplatz in einer Größenordung von rund 0,33 Hektar.« Für die später nach dem Wegfall der Schulcontainer entstehenden Häuser legt der B-Plan fest, dass die Garten- und Vorgartengestaltung in Form von Schotter-, Kies- und Steinschüttungen unzulässig sei.

In der Ausschusssitzung gab es wenige Nachfragen, so die nach den 40 Stellplätzen für Pendler, die dem Schulneubau weichen sollen. Bürgermeister Guido Rahn meinte, die könnten auf der Groß-Karbener Seite eventuell angebaut werden.

Die Stadtverordneten haben den B-Plan 231 einstimmig auf den Weg gebracht. Damit beginnt das Verfahren zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Behörden.

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