Schriftsteller der ehemaligen DDR

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Karben (pm). Das Karbener Literaturforum nimmt sich den 17. Juni zum Anlass, einen Blick auf bedeutende Autoren und Autorinnen zu werfen, die in der DDR schrieben und veröffentlichten und meist auch aus den ideologischen Einschnürungen ausbrachen.

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Zur Online-Veranstaltung »Literatur der ehemaligen DDR« am Donnerstag, 17. Juni, um 19.30 Uhr,können sich Interessierte mit Namen über das Teilnahmeformular auf der Homepage unter www.literaturforum-karben.de oder per E-Mail anmelden (kultur@literaturforum-karben.com). Ab 12. Juni erhalten sie den Link, um sich zuschalten zu können.

Der Abend soll beginnen mit Stefan Heym, geboren als Helmut Flieg 1913 in Chemnitz. Er war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Schriftsteller der DDR. Sein berühmter Roman »5 Tage im Juni« ist ein packender Zeitroman, der sich kritisch mit der sozialen und politischen Situation der damaligen DDR auseinandersetzt.

Mit Christa Wolf geht es weiter. Mit ihrem Roman »Kassandra«, der 1983 erschien, traf sie den Nerv der Zeit. Angesichts der atomaren Bedrohung und des Wettrüstens zwischen den Großmächten machte sich in Deutschland eine geradezu apokalyptische Stimmung breit. Die Erzählung führt auf mythologisch verschlüsselte Weise die Absurdität eines jahrzehntelangen, kräftezehrenden und vor allem sinnlosen Krieges vor Augen. Eine weitere große Dame der DDR-Literatur folgt, Eva Strittmatter. Sie veröffentlichte vorwiegend systemunkritische Werke in der DDR. Hierzu gehören Gedichte sowie Prosa für Kinder und Erwachsene. Im Osten Deutschlands erreichten ihre Gedichtbände Auflagen von über zwei Millionen Exemplaren. Weiter geht es im Programm mit Werner Bräunigs unvollendetem Roman »Rummelplatz«. Ein Roman der die Aufbaujahre der DDR beschreibt.

Mit Pianistin

Jurek Becker mit seinem Roman »Jakob der Lügner« darf nicht fehlen. Der Roman zählt zu den großen Werken der deutschen Literatur, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen. Auf ebenso bewegende wie humorvolle Weise erzählt der Roman von Jakob Heym, Bewohner eines polnischen Gettos, der wider Willen zum Helden wird.

Den Abschluss bildet »Der fremde Freund« von Christoph Hein von 1982. Die Novelle, die aus rechtlichen Gründen unter dem Titel »Drachenblut« erscheinen muss, gilt inzwischen als Klassiker. Verstörend nüchtern berichtet die Ostberliner Ärztin Claudia über ihr Dasein als alleinstehende Frau und die undefinierte Beziehung zu ihrem Nachbarn Henry.

Die Literaturlesungen werden von der Pianistin Martina Riedel musikalisch begleitet.

Der nächste Literaturabend soll laut Vorsitzendem Dieter Körber am Freitag, 6. August, nach langer Pause wieder im »KUHtelier«, im Schlosshof von Leonhardi stattfinden.

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