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Schneewittchen und Biene Maja im Feld

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Teilnehmer der Reiter-Rallye in Petterweil.
Teilnehmer der Reiter-Rallye in Petterweil. © cf

Karben (cf). Verwundert rieben sich Spaziergänger und Freizeitsportler in der Petterweiler Gemarkung die Augen. War gerade an ihnen Schneewittchen, die Biene Maja und Dornröschen vorbeigeritten?

Die Antwort lautete: Ja! In diese und weitere Kostüme waren am Samstag 115 Reiter aus ganz Hessen geschlüpft. Sie waren nach Karben gekommen, um an der »10. Reiter-Rallye« des Vereins »Pferdefreunde am Riedbach-Petterweil« teilzunehmen. Das Motto der seit zehn Jahren auf der Riedbach-Ranch stattfindenden beliebten Veranstaltung lautete »Top Ten«. Jeder Teilnehmer konnte sich gemäß eines Mottos aus den letzten neun Jahren kostümieren. Zur Auswahl standen Motti aus Bereichen wie Märchen, Western-Beach-Party oder Bayerische Olympiade. Bei der Petterweiler Reiter-Rallye steht die Freude am Reiten durch die erblühte Natur im Vordergrund. Kombiniert ist dieser Spaß mit verschiedenen Aufgaben für Ross und Reiter.

»Gestartet wird in Teams mit zwei bis vier Reitern«, informierte Christine Klötzl, die 1.Vorsitzende der Petterweiler Pferdefreunde, die Teilnehmer an der Meldestelle. Bevor sich die mit je einem Erste-Hilfe-Set und einem Hufkratzer ausgestatteten Teams auf die Strecke begaben, füllte jeder Reiter einen Fragebogen mit neun Fragen zum Thema »Pferd« aus. Wissen wollten die Petterweiler Vorstandsmitglieder unter anderem, wie groß das Gesichtsfeld eines Pferdes ist oder was das Wort »schildern« bei Pferden bedeutet.

An den einzelnen Stationen mussten die Reiter zudem teils knifflige Aufgaben meistern, bei denen sie ihre Geschicklichkeit und ihr reiterliches Können mit jeder Menge Spaß kombinieren konnten. Zweite Station war der Reitplatz. Hier mussten von den Reitern fünf Ringe um Pfosten oder Pylone geworfen werden. Die Pferde mussten zudem rückwärts innerhalb von zwei Minuten durch einen L-förmigen Stangenparcours laufen und mit den Vorderbeinen, in einem Ring stehend, diesen mit den Hinterbeinen umrunden. Die letzte Übung meisterten Florian Varinli aus Gundhelm bei Schlüchtern mit seinem Wallach Pacco (16) vorbildlich.

Danach ging es auf eine zwölf Kilometer lange Strecke ins Gelände. Hier warteten an fünf Streckenposten erneut anspruchsvolle Aufgaben auf die Reiter und ihre Pferde. »Bei den Montagsmalern müssen die Reiter über den Rücken ihrer Pferde Kisten stapeln. Am Erlenbach sollen sie aus einem im Bach stehenden Eimer eine Leine und Klammern holen, dies Leine spannen und dann mit einer Klammer einen Schal an ihr befestigen. Danach wird ein Pylonenparcours mit Fahnen dekoriert«, beschreibt die 1.Vorsitzende die Herausforderungen.

Bei der letzten Geländestation, dem Dirndl flicken, musste mit einem Kochlöffel sechs Löcher in einem Flatterband genäht werden. Letzte Station der Reiter-Rallye war der Hallentrail. Hier mussten die Pferde über eine Wippe im Wasser gehen, vor- und rückwärts einen Strohballenkanal passieren und die Reiter Ringe stechen.

Wer alle Stationen erfolgreich gemeistert hatte, nutzte die Zeit zur Erfrischung und Stärkung, für ein Schwätzchen mit anderen Teilnehmern in der Boxengasse oder amüsierte sich beim Rahmenprogramm. Ponyreiten, Kinderschminken oder ein Bullriding-Wettbewerb sorgten für Abwechslung. Die Reiter-Rallye auf der Petterweiler Ranch ist für Freizeitreiter, Pferdebegeisterte, ihre Familien und Hunde ein beliebter Treffpunkt. »Jeder Reiter erhält einen Preis, eine Stahlplakette und eine Urkunde«, informierte Christine Klötzl. Siegerin der 10. Reiter-Rallye sind Beate Burghardt aus Burgholzhausen und ihr 14 Jahre alter Quarter Horse-Wallach John. Das Duo gewann einen Pokal, eine Urkunde und Stahlplakette sowie 50 Euro Preisgeld.

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