Emsiges Treiben herrscht an Samstagen, wenn die Marktbeschicker auf dem Platz am Karbener Weg ihre Stände aufbauen und die Kundschaft sich dort mit frischen Lebensmitteln eindeckt.
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Emsiges Treiben herrscht an Samstagen, wenn die Marktbeschicker auf dem Platz am Karbener Weg ihre Stände aufbauen und die Kundschaft sich dort mit frischen Lebensmitteln eindeckt.

Platz zum Verweilen

Nur an Samstagen ein Treffpunkt

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Wer in Klein-Karben etwas zu erledigen hat, ist froh, wenn er sein Auto auf dem Platz vor der katholischen Kirche abstellen kann. Samstags darf dort allerdings niemand parken, da ist Markttag.

Wer vom Klein-Karbener Kreisel in den Karbener Weg hineinschaut, dem fallen links die hohen Platanen auf und rechts die katholische Kirche. Vorne gleich, direkt am Kreisel, steht ein großer Findling. Ein Brunnen - im Halbkreis drumherum Sitzbänke.

"Neuer Marktbrunnen" heißt der Sprudel, der seit der Neugestaltung der Einmündung des Karbener Weges den Fußgänger-Zugang zum Platz ein bisschen hübscher macht. Das war in den 1990er Jahren. Die große (Parkplatz-)Fläche ist 1974 im Zuge des Baus der katholischen Kirche entstanden.

Geht man ein paar Schritte weiter, betritt man eine große asphaltierte Fläche. Unter der Woche stehen dort dicht an dicht die Autos. An Samstagen bietet sich ein gänzlich anderes Bild: Da reihen sich Stände mit Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Wein, Backwaren und anderem aneinander. Dann ist Markt, und der Platz vor der katholischen St.-Bonifatius-Kirche wird zum Treffpunkt für viele Karbener.

Am Kreisel Siege gefeiert

Unter der Woche ist allenfalls der Brunnen ein Treffpunkt, etwa für Schüler, die dort in der Mittagspause ihre Pizza verspeisen oder im Sommer abends, wenn sich junge Leute dort treffen. Ein Platz zum Verweilen? Ja und Nein also.

Bei Fußball-Europa- und -Weltmeisterschaften sind da schon mal viele jüngere Leute zusammengekommen, um den Sieg der deutschen Nationalmannschaft zu feiern.

Aber die meiste Zeit ist auf dem Platz an der Kirche wenig bis gar nichts los. Die mangelnde Aufenthaltsqualität war schon einmal Thema in den politischen Gremien. Denn die CDU hatte einen Antrag eingebracht, den Platz schöner zu gestalten.

"Diesen heute sehr schlichten Platz" müsse man dringend aufwerten, fand CDU-Fraktionschef Mario Beck. Sinnvollerweise würden die Arbeiten dann ausgeführt, wenn auch direkt nebenan die Ortsdurchfahrt saniert wird. Möglicherweise könne die Kommune den Umbau kombiniert vergeben mit der Sanierung der Gehwege entlang der Hauptstraßen - und so Geld sparen, so die damalige Idee.

Die Ortsdurchfahrt ist längst saniert, auf dem Platz dagegen hat sich noch nichts getan.

Neugestaltung ist beauftragt

Viel kann die Stadt dort ohnehin nicht machen, schließlich müssen die Marktbeschicker ihre Stände dort ungehindert aufbauen können. Das scheint man auch erkannt zu haben, denn die Stadt hat die Karbener Planerin Cynthia Nebel lediglich mit der Neugestaltung des Platzes rund um den Brunnen beauftragt. Die Pläne sind längst fertig, umgesetzt ist das Projekt wegen Corona und der Fertigstellung der neuen Mitte aber noch nicht.

Am vergangenen Samstag war von trist und grau allerdings nichts zu sehen. Unzählige Karbenerinnen und Karbener haben auf dem Kirchenvorplatz eingekauft, nahe dem Brunnen haben sich etliche Erwachsene bei einem Gläschen Wein getroffen, und einige Kinder kletterten auf dem Brunnen herum.

Man darf nun gespannt sein, wie der Platz am Brunnen neu gefasst werden wird. Der Stadtteil könnte damit an zentraler Stelle in der Tat einen Platz zum Verweilen erhalten - und das nicht nur an Samstagen. FOTOS: PEGELOW

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